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BambiGirl

Mal eine ganz andere Sichtweise...

2 Beiträge in diesem Thema

GRENZEN - Wenn der Kick den Verstand ausschaltet... Absturz einer Domina

ein Erfahrungsbericht

Meine Geschichte erzählt über eine DOM die mit ihren Sklaven in einer 24/7 Beziehung lebt. Eine DOM die sich am Anfang sehr über ihren Masosklaven gefreut hat ... und begann, mit ihm seine und ihre Grenzen auszuloten . Die den Spaß an der Qual entdeckte, bis zu der Session als ihr Sklave "mehr wollte" .

Er hat mich höflich gebeten fester zuzuschlagen und ich habe mir an diesem Punkt noch nichts dabei gedacht . "Na gut, dann schlag ich eben fester zu. Mach ich ihm halt die Freude" - aber es war mein kleiner Finger den ich ihm gab .

Wir kamen bald an den Punkt an dem er unter 50 Schlägen nicht einmal mehr zuckte. Und ich schlage meiner Meinung nach nicht unbedingt sanft zu .

Gut, man fängt an ihn an seine Grenzen zu treiben, man entwickelt diesen perversen Ergeiz . Ich dachte mir, daß er irgendwann doch auch genug haben muß... aber das ist der Fehler. Manche werden nie genug haben, sie mutieren zu kleinen Blutsaugern die einem die letzte Kraft entziehen können.

Sie werden auch nie selbst das Safewort nutzen, denn sie sind nur noch auf der Suche nach dem Kick den sie brauchen, nach dem Orgasmus der sich teilweise nur im Kopf abspielt .

Viele sind nicht in der Lage selbst zu erkennen, daß diese Form des Schmerzes ihnen keine bekannten, quälenden Gefühle wiedergibt die in ihrer Vergangenheit liegen.

Dann beginnt man eine Session wie jede andere, denkt sich nichts dabei, fesselt ihn, fängt an mit ihm zu spielen. Man schlägt ihn und dann kommt der kleine, feine Punkt bei dem er leuchtete Augen bekommt, es *klack* macht. Dann ist der Verstand weg und wenn man Glück hat kommt er früh genug wieder .

Man schlagt ihn immer fester und wird immer strenger und ist nicht mehr der Mensch der als obersten Anspruch Sicherheit hat .

Wenn dann noch Bemerkung kommen, daß das alles so schön sei, gut dann immer drauf damit Wir erinneren uns: unser Verstand macht gerade Pause . ..

Dann gerät man leicht in diesen Blutrausch, will ihn nur noch "fertig" machen, was ja nun wirklich nicht der Sinn von SM ist .

Nach unzähligen Schlägen kommt irgendwann der Verstand zurück. Er ist wieder da, springt in einen zurück und man nimmt wahr was man da gemacht hat. Sieht den verstriemten Po , schaut in ein glückliches Gesicht und es wird einem dafür gedankt das man eine grausame Tat begangen hat .

Man beginnt sich zu fragen was man eigentlich getan hat , eine hundeelendes Gefühl und da ist kein starker Mann, der einen auffangen möchte, der dieses abweisende Verhalten richtig deuten kann.

Ich bin eine DOMINA und darf keine Gefühle zeigen. "So ein Schwachsinn" denkt man sich in den Moment. Wenn man aber seinen Respekt nicht verlieren will, ist es einfacher zu sagen "ok, sei tapfer du hast deine Grenzen erreicht und gut ."

Man ist in einen *Blutrausch* gefallen und wird sich darüber klar, daß da so einiges hätte passieren können .

Ich werde mich nie wieder auf das Spiel einlassen jemanden an seine Grenzen zu bringen, denn es hat keinen Sinn für mich. Manchen ist es nie genug , sie nehmen einem die Kraft und verstehen nicht einmal was gerade passiert.

Sie sind auf der Suche nach dem KICK, nach ihrem geistigen Orgasmus den sie für ein paar Sekunden haben werden.

Ich habe mich in dieser Phase oft gefragt, ob es richtig ist SM in dieser Form zu leben und ich sage NEIN. Deshalb bin ich dabei meine 24/7 Beziehung aufzulösen und werde diese Form so schnell nicht mehr eingehen . Die Angst davor, daß der Verstand nicht mehr zurückkommt, ist zu groß.

Quelle: Lustschmerz.de

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Ich glaube, diese Gefühle kennen viele, die den dominanten Part übernommen haben (oder eben von Natur aus der dominante Part sind). Ich selbst habe wohl nicht unmaßgebliche Schuld daran, daß eine Spielpartnerin in die "Klappse" mußte. Oftmals verliert man im Spiel den genauen Grenzverlauf, und der submissive Teil wird das Safeword nicht gebrauchen. Weil es aus seiner Sicht nicht erforderlich ist. Ich habe mich oft gefragt, ob es auch so etwas wie ein Safeword für Doms geben sollte. Ob sich das mit dem Dom-Sein überhaupt verträgt. Ob man denn nicht ohnehin Subbie die Regie überläßt (mal ehrlich: oft ist es doch so... oder?).

Mich hat das damalige Erlebnis (das nicht so sehr auf Schmerzzufügung, sondern eher auf die Schaffung einer irrealen Welt, einer Diskrepanz Erleben/Zeit gerichtet war) dazu bewogen, auf mehrere Jahre den BDSM-Teil in mir schlicht abzuschalten. Ich war todunglücklich deshalb, und das Ererignis hängt mir immer noch nach. Aber ich habe meine alte Rolle zurückgefunden (worüber ich sehr glücklich bin), und ich denke, ich bin vorsichtiger geworden.

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