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Ein Artikel aus dem Tagesanzeiger (Schweiz)

2 Beiträge in diesem Thema

Das beste Stück von einem Kobold gepackt und verstümmelt

Von Martina Frei.

Unter mysteriösen Umständen haben Männer ihr bestes Stück verletzt. Das Geheimnis klärte sich erst beim Fund eines Staubsaugers.

Der 55-jährige Mann hatte sich erhängt. Bei genauer Inspektion der Leiche fanden die Kriminalbeamten Merkwürdiges: Unter äusserlich tadellosen Kleiderstücken trug der Mann eine blutverschmutzte Unterhose. Darunter, an einer sehr delikaten Stelle, hatte er zahlreiche Riss-Quetschwunden und einen Bluterguss.

In der Waschküche des Hauses entdeckten die Kriminalisten ein blutverschmiertes Handtuch, in der Wohnung verteilt kleine Blutspritzer. Offenkundig waren vor dem Tod des Mannes die gröbsten Blutflecke beseitigt worden.

Patienten redeten um den heissen Brei herum

Seine Verletzungen passten in ein Muster, das Urologen bereits kannten. Immer wieder suchten schwer verletzte Männer deshalb ihre Hilfe. Alle Patienten kamen mit stark blutenden, verstümmelnden Wunden an einem zentralen Körperteil. Bei etlichen war sogar die Harnröhre durchtrennt. Trotz der schmerzhaften Verletzungen warteten einige aber noch bis zu 12 Stunden, bis sie sich bei einem Arzt meldeten.

Was den Unfallhergang betraf, druckste die Mehrzahl herum. Er sei vom Tisch auf einen Gartenstuhl gestürzt, sagte einer, er habe das Auto gereinigt, ein anderer. Epileptische Anfälle oder eine Massage wegen Ischiasbeschwerden wurden ebenfalls angeführt. «Bis auf wenige Ausnahmen waren die Patienten durch ihre Verletzungen auf das Peinlichste berührt und zunächst mehr um die Verheimlichung ... bemüht», ergab die Analyse mehrerer Fälle.

«In Vibration versetzt»

Bei dem 55-jährigen Kraftfahrer fanden die Ermittler die entscheidende Spur: Ein Kobold hatte ihm die massiven Verletzungen beigebracht. Der Mann besass einen Stielstaubsauger, Marke «Kobold». Bei diesem Modell befand sich der Motor am unteren Ende eines Stiels. Von der Saugdüse bis zum motorgetriebenen Lüfterrad betrug die Distanz nur elf Zentimeter. Leider wussten die Männer das nicht.

In der Absicht zu masturbieren, steckten sie ihren Penis in den Ansaugstutzen und zerhäckselten ihn. Die urologische Analyse ergab: «Durch den Luftstrom wird der Penis in Vibration versetzt und erigiert. Mit zunehmender Erektion wird der Sog stärker, und schliesslich wird der ganze Staubsauger an den Unterleib gepresst und der Penis völlig in den Ansaugstutzen gezogen. In diesem Augenblick kommt er mit dem rotierenden Propeller in Berührung und wird je nach Motorleistung und Schnelligkeit des Abwehrreflexes, der Länge und dem Erektionszustand unterschiedlich traumatisiert.»

Wenn die Frau nicht da ist

Mindestens 14'000-mal pro Minute drehte die Gebläseschaufel beim Kobold. Es habe fürchterlich geknallt, berichtete ein 31-jähriger Schweisser, der sich während der Abwesenheit seiner Frau am Staubsauger versucht hatte. (Sein 59-jähriger Vater glaubte ihm übrigens nicht, überprüfte die Geschichte und kam mit der gleichen Verletzung ins Spital.)

Als Folge der missglückten Saugaktion trugen die Männer Penisverkrümmungen, Harnröhrenverengungen oder andere Unannehmlichkeiten davon. Die wohl schrecklichsten Konsequenzen zog der 55-Jährige: Er versorgte die Wunden, beseitigte die Blutspuren, stellte den Staubsauger ordnungsgemäss ab und erhängte sich.

Neuer Kobold den männlichen Bedürfnissen angepasst

Neuere Modelle des «Kobold» sind auch wegen autoerotischer Praktiken so konzipiert, dass solche Unfälle unmöglich sind. Als die Saugaktionen der Männer bekannt wurden, verlängerte der Hersteller zunächst den Ansaugstutzen. Seit 1996 wird die Luft am Lüfterrad vorbei in den Staubbeutel geblasen.

Damit entfällt jede Ausrede eines Mannes, warum er nicht beim Staubsaugen helfen kann. Vorsicht ist indes beim Hantieren mit der Moulinette geboten. In Deutschland versuchte ein junger Teenager, sich mit Hilfe dieses Küchengeräts zu stimulieren. Leider misslang sein Vorhaben gründlich. Das Ergebnis der wiederherstellenden Operation war zum Glück befriedigend.

Quellen:

- Müller-Kölbl S. et al. KOBOLD-Verletzung. in: Bauer, Georg: Festschrift für Wilhelm Holczabek. Verlag Deuticke, Wien 1988.

- Alschibaja TM. Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern. Inauguraldissertation Technische Universität München 1978. http://devnull-de.org/DOKTORARBEIT_Penisverletzungen_bei_Masturbation_mit_Staubsaugern.pdf

- Stravodimos KG et al. Electrical wire as a foreign body in a male urethra: a case report. Journal of Medical Case Reports 2009, 3:49

- Warzinek T et al. Autoerotischer Unfall mit ungewöhnlicher Fremdkörperlokalisation. Schweiz Med Forum 2004;4:149150

- pers. Mitteilung Jürgen Hardt, Vorwerk&Co KG, 23.7.2009

- pers. Mitteilung Michael Wyssmann, Vorwerk&Co KG, 24.7.2009

- Lehsnau M. Penile injury caused by a Moulinette. Result of autoerotic self-mutilation. Urologe A. 2007 Jul;46(7):776-9 (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 31.10.2009, 04:00 Uhr

Bearbeitete von toyman

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Männer! Typisch! ;-)

Männerherzen läuft zurzeit in den Kinos und klärt uns Mädels weiterhin über Männer auf. ;-)

Ich werd dann mal den Staubsauger von meinem Freund wegstellen.

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