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Matze

Geiz WAR geil

15 Beiträge in diesem Thema

Wir hatten vor einigen Monaten über den schon teilweise kopfkranken Preiskrampf diverser Sexshops berichtet. Mit 20 bis sogar 60 % Preisnachlässen buhlen insbesondere die kleinen Onlineshops um jeden Cent. In unserem Shoppingratgeber gaben wir u.a. Tipps und Hinweise zum Thema "billig einkaufen" und wie das Preisgefälle zu Stande kommt. http://www.lovetoytest.net/knowhow-tipps-t...g-ratgeber.html

Seit dem Wegfall der Rabattgesetze im Jahre 2004 dumpten sich die Shops derart, dass nur noch einer zu lachen hatte: Der Kunde - Das aber nicht lange, was aktuelle Reklamationsquoten bestätigen. Der Wegfall des Rabattgesetzes war der Versuch, die schon damals entstandene Konsumbremse zu lösen. Dieser Schuss ging nun nach hinten los. Mangelner Service, unkulante Reklamationsabwicklungen, schlechte Qualität der Produkte, Streitereien mit dem Shopinhaber um das Porto... Die Verbraucherzentralen und Rechtsanwälte haben alle Hände voll zu tun - und freuen sich...

Am Geschmacklosesten empfanden wir die "Ankack-Formulare" aŽla "Das Produkt habe ich dort-und-dort für den-und-den Preis gesehen..."

Doch sind die Verbraucher wirklich so blöd? Vernebelt ihnen die Geilheit auf den niedrigsten Preis die Sinne?

Dass unser Denkansatz nicht verkehrt war, beweisen nun auch die großen Handelsketten und Hersteller. In jüngsten Zeitungsberichten berichtet Die Welt, dass die Handelsketten Media Markt und Saturn ihre Werbung stufenweise auf Qualitätsausrichtung, statt auf den niedrigen Preis ausrichten wollen.

http://www.welt.de/data/2005/11/01/797094.html

Die neue TV-Kampagne ist seit Jahren die erste Media-Markt-Werbung, die nicht aggressiv den Preis in den Vordergrund stellt. Statt dessen wirbt sie primär mit Service und Qualität.

Die Verbraucher hätten den harten Preiskampf satt und sehnten sich wieder nach verläßlichen, soliden Markenwerten. Grund dafür sei die Tatsache, daß ein übertriebener Preiskampf nicht nur für Handel und Hersteller ruinös sei, sondern auch beim Verbraucher zu Frust-Erlebnissen führe.

Auch auf dem Deutschen Industrie- und Handelskammertages DIHK wurde das Thema unter dem Motto Kommt das Comeback der Markenartikel? erörtert. http://www.dihk.de/inhalt/informationen/ne...08120.main.html Kernaussagen sind:

Viele Markenartikelhersteller hätten in den vergangenen Jahren ihr Augenmerk zu sehr auf eine kostenorientierte Produktion gelegt. Hierdurch habe nicht selten die Qualität der produzierten Waren spürbar gelitten.

Der Studie zufolge steht die Produktgüte bei den Produzenten aber wieder stärker im Vordergrund. Und diesen Mehrwert spürten die Kunden, so Duncker zumal mittlerweile viele Verbraucher schlechte Erfahrungen mit Billigprodukten gemacht hätten. Langsam lernten die Konsumenten, dass Qualität ihren Preis habe. Der neue Trend laute "Geiz war geil es lebe die Marke".

Ein recht witziger, aber nachdenklich-stimmender Beitrag kommt vom Stern:

http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-ve...%20&%20nv=ex_rt

Leute, denkt immer daran, wenn ihr quer über den Kontinent zu einer Tankstelle fahrt, wo's den Liter Normalbenzin zwei Cent billiger gibt: Das ist nicht geil, sondern peinlich, mal abgesehen davon, dass ein Land, in dem nur Geizhälse, Sparmonster und Schnäppchenjäger leben würden, morgen wegen Minusminusminus-Wachstum dichtmachen könnte. Meine Güte, was muss man sich für entwürdigende Geschichten anhören! Wenn Menschen mit stolzgeschwellter Brust erzählen, dass sie nach fünfundzwanzig Stunden Internetrecherche herausgefunden haben, wo es den Schulz-DVD-Laser-PXQ3-Optimierer am günstigsten gibt.

n-tv schreibt sogar, dass "Die Geiz-ist-geil-Welle bröckelt": http://www.n-tv.de/594894.html

Geiz ist geil? Nicht in Japan! - Ein Bericht aus Die Junge Welt http://www.jungewelt.de/2005/11-05/007.php

Selbst die Fernsehsender setzen nun wieder mehr auf Qualität, wie die Programmzeitschrift TV-Today berichtete. http://www.tvtoday.de/tv_aktuell/neu_im_tv/143914.html

Allgemein ist ein positiver Trend zu entdecken. Die Händler und Hersteller legen wieder mehr wert auf Qualität! Wir hoffen, dass das Qualitätsbewusstsein allmählich wieder zurückkehrt.

Die Ode an die Onlineshops:

Alles in allem hoffen auch wir, dass im Erotiksektor ebenfalls gerade die kleinen Firmen über ihr Marketingkonzept nachdenken. Nicht immer heißt das Drehen der Preisschraube mehr Gewinn! Der Kunden Willen sollte vielleicht darüber nachgedacht werden, die Preise an "die Großen" etwas anzugleichen und statt dessen Arbeitskräfte einzustellen. So muss man auch nicht das Wochenende durchpowern und kann statt dessen mal weg vom PC - um sich mal wieder um Freunde und Familie kümmern, statt Kundenbeschwerden zu beantworten!

Gute Produktideen scheinen wir von Lovetoytest den Shops scheinbar ja zu geben. Und gute Produkte haben nun mal ihren Preis! Also haltet zusammen, satt Euch gegenseitig das Leben schwer zu machen.

Den Käufern möchten wir raten, der Verlockung der Billiganbieter zu widerstehen und Dumping nicht zu unterstützen. Langfristig kann nämlich nur mit fairen Preisen für beide Seiten der gesamte Markt stabil gehalten werden.

Wenn Service und Beratung geboten wird, werden Leute beschäftigt. Diese Leute arbeiten für ein Gehalt, dass erwirtschaftet werden muss - Schließlich arbeitet niemand umsonst, oder?

Wir, die Macher von Lovetoytest, haben tolle Produkte nach Europa gebracht, die es vor unserer Zeit noch nicht gab. Denkt immer dran: Qualität, die auch noch Jahre hält, hat seinen Preis.

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ich krieg jedes mal einen dicken Hals wenn einer hier im Forum schreibt: beim Liedl gibts das um 30 Cent billiger, dann kommt der nächste: bei Ebay gibts das um 50 Cent billiger. Man kann sich doch mit keinem Menschen mehr normal unterhalten.

Es ist doch so dass man sich im Internet über Produkte informieren muss, weil es in den Geschäften bald keine Verkäufer mehr gibt.

Auch meine Meinung ist: setzt auf Qualitätsprodukte

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Hallo matze,

Du sprichst mir aus der Seele.

QUALITÄT BRAUCHT IHREN PREIS.

Der heutige Preiskampf in der Produktion (hier wird um 0,5 Cent diskutiert) steht im krassen Gegensatz zum Endpreis der vom Endverbraucher gefordert wird. Insbesondere die Händler (z.B. Fashion, Erotikartikel etc.) arbeiten dann mit Handelsspannen, daß sogar die Taschenrechner rot werden ...

Um Qualität zum besten Preis an den Mann zu bringen, gibt es immer mehr Hersteller die ihre Produkte direkt vermarkten. Hier erhält dann der Endverbraucher sozusagen 'Qualität direkt'. Das Preis-Leistungs-Verhältnis, wie auch das Produkt, sind praktisch unschlagbar.

Mit dieser Geiz-ist-Geil-Mentalität der letzten Jahre haben wir mit unseren eigenen Arbeitsplätzen Harakiri betrieben!

Mein Fazit: Ich kaufe lieber nur einmal, und wenn ich mir es nicht leisten kann wird eben darauf gespart.

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Ich stimme euch zu, jedoch muss man auch mal die Umstände betrachten.

Ich als Schüler kann es mir nicht leisten bei Beate Uhse Toys einzukaufen, wenn ich sie 20-30 im Inet billiger kriegen könnte.

Selbstverdiener bin ich eben nicht und da muss man halt schauen wie man trotzdem die hochwertige Ware günstig bekommt.

Centunterschiede sind mir dabei egal.

Nur bei 10 Differenz hörts dann auch auf.

Wenn ich später selbst einen Job habe seh ich das ganze ein und werde auch teurer einkaufen gehen, nur zurzeit sehe ich nicht ein, weshalb ich mein mickriges Taschengeld für überhöhte Preise der Wirtschaft ausgeben sollte.

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Ich denke, das mit den Internet-schnäppchen sollte man durchaus differenziert betrachten. Da wären z.B.:

1. Die in weiten Bereichen, auch bei Marken immer miesere Produktqualität (Vergleicht mal Einkommensabhängige Preise und Ware von vor 20 Jahren mit denen von Heute!)

2. Viele Hersteller oder Anbieter (vor Allem die, deren Manager den Bezug zu realem Geldwert verloren haben) bieten ihre Produkte zu Mondpreisen an (wohl weil es für Otto Normalverbraucher zu teuer wäre sich ne eigene Fabrik hinzustellen)

3. Ich kenne mittlerweile kaum noch ein Fachgeschäft dessen Mitarbeiter sich durch geringere Inkompetenz als die von Verbrauchermärkten auszeichnen

4. Viele große Markenfirmen legen mittlerweile gegenüber dem "popeligen" Endverbraucher eine Arroganz und Unverschämtheit an den Tag, dass ich es schlichtweg nicht mit meinem Stolz vereinbaren kann, deren Produkte noch zu konsumieren

5. Ich kenne zahlreiche kleine Internet- und Garagenhändler, von deren Fachkompetenz, Engagement, Kundenfreundlichkeit und Preisen sich viele Fachhändler eine dicke Scheibe abschneiden könnten.

6. Alle schimpfen über Kleinhändler mit Dumpingpreisen, aber alle kaufen den Angebotsschrott von den gängigen Discountern, der entweder unter menschenverachtenden Bedingungen gefertigt wird, oder z.T. unter EK mit Intention der Marktmachtgewinnung verkauft werden (War selbst Garagenhändler und sehe z.T. Angebotsware unter meinen EKs)

Aus diesen Aspekten heraus erledige ich die meisten meiner Anschaffungen über das Internet (mit entsprechendem rechercheaufwand, der sich für mich finanziell rechnen muss).

Bisher lag ich mit meiner gefühlsmäßigen Beurteilung diverser Internetanbieter kaum einmal daneben. Habe mittlerweile eine beachtliche Liste empfehlenswerter Händler.

Fachhändler, die sich entgegen dem Trend ihre Kompetenz bewahrt haben, berücksichtige ich trotz teilweise höherer Preise (ist mir das Wert).

Ansonsten gehe ich nach dem Preis-Leistungsverhältnis vor. Für Stabile und Hochwertige Artikel gebe ich gerne etwas mehr aus. Bei mondpreisigen Produkten, von denen ich trotzdem meine sie haben zu müssen, gehe ich auch mal gewisse Risiken ein, um einen für mich akzeptablen Preis zu erzielen.

Kleine Internetshops pauschal zu verteufeln, halte ich jedenfalls für bedenklich. Auch wenn die Großen vielleicht ihre Logistik besser im Griff haben, sehe ich dort eher einen unmoralischen Machtmissbrauch angesiedelt....

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Meistens ist es weniger eine Frage von Groß vs. Klein, sondern von Kompetenz und vernünftiger Kalkulation.

Ich kaufe sehr viel über Onlineshops und schaue mir bei speziellen Artikeln/Ageboten an, wie lange die Händler schon am Markt sind. Preissuchmaschinen verwende ich gar nicht mehr, die Worte "Schnäppchen" oder "Discount" verursachen bei mir eher Übellaunigkeit und wenig Lust einzukaufen. Ich sammle auch keine Punkte/Gutscheine ode dergleichen, weil die Ersparnisse, die mir dadurch angeboten werden, sind auf andere Produkte wieder draufgeschlagen worden - einfach eine Frage der Mischkalkulation.

Wenn ich einkaufe, frage ich nie nach Rabatten, sondern vertraue einfach den Händlern meiner Wahl, dass sie vernünftig kalkulieren und nicht darauf spekulieren, dass jemand mit Verhandlungsgeschick ihnen so auf die Nerven geht, dass sie sich mal ganz großzügig zeigen. Die Leute, die mich beraten, haben alle keine Villen mit Swimmingpools.

Es gibt im Internet natürlich auch eine Menge saublöde Händler, gerade im Erotikbereich. In den letzten paar Jahren haben viele gedacht, dass Sex immer sells, haben sich einen Gewerbeschein geholt und kaufen immer bei den selben Großhändlern ein, deren Katalog sie einfach in ihren Shop spielen. Informationen zu den Produkten werden einfach aus den Händlerkatalogen mitkopiert.

Das hat in den letzten Jahren so einige kleinere Sexshops kaputtgemacht, weil selbst ihre Stammkundschaft "ins Internet" abgewandert ist, wo sie ihre Sachen auch nicht viel billiger bekommen, keine Beratung haben,dafür aber keine Heldentaten mehr begehen müssen, wie durch eine Tür gehen. Allein in meinem Viertel sind so in den letzten 3 Jahren 4 kleinere Sexshops pleite gegangen, die vorher eine ganze Familie ernährt haben. Hinzu kommen noch die mobilen Zwischenhändler, die vor Ort ihre ganzen Neuerscheinungen vorgestellt haben, die ihre Ware jetzt in wesentlich billiger bei Ebay finden, weil die Hersteller "Fabrikverkauf" machen.

Das heißt die Ebay-Händler, meistens Privatpersonen, kaufen nach Kilopreis einen PKW voll.

Einige Sexshopbetreiber verhökern ihre Waren auch bei Ebay, um wenigstens einen schnellere Lagerdrehzahl zu haben und fahren damit auf lange Frist Verluste ein.

Natürlich ist der große Boom vorbei. Das ist klar. Von den alten Zeiten als auf der Reeperbahn abends das Kleingeld mit der Schubkarre rausgefahren werden mußte, singen auch nur noch die Nostalgiker.

Aber diese seltsame Geiz ist geil und Rabatt-Mentalität hat vor allem Mißtrauen gegenüber Händlern geschaffen und ich will nunmal jemanden, der seinen Beruf gut erledigt, nicht als meinen Feind sehen.

Seltsamerweise bekomme ich bei meinen Lieblingshändlern trotzdem immer mal ein Brötchen dazugelegt, der eine gibt ein Feuerzeug dazu und neulich hatte mich mein Sportklamottenmensch so lieb, dass er mir ein leicht fehlerhaftes Sportshirt einfach so mitgegeben hat, weil er keine Lust hatte sich seine 5 Euro beim Hersteller in England wiederzuholen.

Ich mache einfach einen Bogen um alles was nach Rudis Resterampe aussieht, das gilt auch für Kamps-Bäckereien, in denen mir bisher noch keine Franchiserin den Unterschied zwischen Joggerbrötchen und Mehrkornbrötchen erklären konnte (die kann man nämlich nicht auseinaderhalten, wenn man sie nebeneinder legt). Die beste Antwort war: das eine ist ohne Hefe.

Für die innovativen Hersteller und kleineren Firmen wird es zudem immer schwieriger, ihre Podukte in die Läden zu bekommen, wenn sie sich einen Zwischenhändler nicht leisten können. Vielfalt und Innovation bleiben da oft auf der Strecke. Messeauftritte sind horrend teuer - für alle Beteiligten.

Bei der letzten Venus habe ich einen Großhändler aus UK kennengelernt, die sich gezielt um Sortimentsbildung aus kleineren Manufakturen auf der ganzen Welt kümmern. Zum einen macht mir das Hoffnung, zum anderen drücke ich denen die Daumen, dass sie durchhalten. Die Händler als Verteiler stellen sich da mehr als stur an. Am schlimmsten fand ich eigentlich, als mir ein Mitarbeiter erzählte, dass die sich überhaupt nicht für die Produkte selbst interessierten, sondern nur über die Einkaufspreise meckerten und sagten, eine individuelle Sortimentsauswahl quasi als ihr Qualitätsmerkmal für ihre Firma würde ihnen zu viel Arbeit machen.

Trotzdem bin ich zuversichtlich. Nachdem in meinem Viertel in einem Jahr über 10! Bäckereien aufgemacht haben, haben nur 2 überlebt: der Selberbäcker und der Arbeiterbäcker mit ekligem Kaffee aber Berliner Prollcharme. In den ehemaligen Bäckereien sind jetzt Coffee-to-Gos mit Sandwiches und Muffins. Die Sandwiches werden so gedumpt, dass einem sogar der Kaffee vergeht. Mal sehen was danach kommt. Dürfte mit den Erotikshops nicht anders sein.

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Also Qualität ist mir schon was wert und bei Centbeträgen oder kleinen Eurobeträgen stelle ich mich auch nicht an, aber wenn ich eine größere Anschaffung tätigen will, schaue ich schon genau auf den Preis. Als Beispiel, mein TV ist kurz vorm K.O. :angry: und ich muß mich jetzt umschauen, was ich will. Dann informiere ich mich zuerst, welches Gerät ich möchte und anschließend vergleiche ich. Zuerst in allen Geschäften vor Ort, damit das Geld möglichst in der Region bleibt und die heimische Wirtschaft stärkt. Dann ziehe ich weitere Kreise und vergleiche weiter. Wenn ich woanders einen Vorteil bekomme, der sich finanziell gut bemerkbar macht, dann kaufe ich dort. Ist der Unterschied gering, dann kaufe ich in der Region. Ich kann es mir nicht leisten, mein Geld großzügig unters Volk zu bringen und muß den Gürtel eng halten. Wenn ich online etwas bestelle, dann ist mir in erster Linie wichtig, das ich Vetrtrauen zu dem Shop habe. Allerdings achte ich auch da auf den Preis. Bekomme ich das gewünschte in einem Shop, kaufe ich lieber da, um die Versandpauschale zu sparen. Gibt es das gewünschte nur online, muß ich eben weiter sparen und kann später erst bestellen. Dumpingshops meide ich aber trotzdem, denn arbeiten wollen wir alle und der Wettbewerb muß sich im Rahmen halten.

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Eine interessante Diskussion ;-) Das Dumping Arbeitsplätze gefärdet leuchtet sicherlich jedem ein. Aber statt dessen ist der Deutsche so egoistisch und denkt nur an sich (ICH muss sparen, weil ICH kein Geld hab). Service und Beratung wird immer mehr als selbstverständlichkeit angesehen! Nicht mehr, dass da auch Geld hintersteht. Jüngstes Beispiel:

Dann informiere ich mich zuerst, welches Gerät ich möchte und anschließend vergleiche ich.
Genau das finde ich gemein: Du holst Dir von einem versierten Händer Beratung ein - das ist in gewisser Weise eine Dienstleistung und da der Angestellte ein Gehalt bekommt, kostet das dem 1. Händer mehr Geld. Bei dem Billigsten kaufst Du dann, der keinerlei Aktien an der Beratung hatte. Service ist in meinen Augen auch schon, wenn ein Händler gratis Batterien beilegt - Auch das wird von den Kunden gerne "übersehen".

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Irgendwie hast du schon recht. Da fühlt man sich ja richtig schuldig :unsure: . Mein Grund für das nur beschauen und dann woanders einkaufen Prinzip liegt darin, dass meiner Meinung nach Beate Uhse bzw. Mae B. die Toys nur wegen ihrer Monopolstellung so teuer machen. Das mit den Gratisbatterien empfinde ich aber bsp. als unnötig. Manche kostenlosen Zusätze sind völlig uninteressant. Beim Wellness-Versandhandel bekomme ich die immer mit, obwohl ich sie gar nicht bräuchte/ will. Ich hab hier mind. 20 wiederaufladbare Batterien am Start, die 1. um einiges Leistungsfähiger sind, 2. länger halten und 3. für die Umwelt gesünder sind.

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Ich finde das es ganz auf eine selbst ankommt wie man kaufen sollte zum einen ist es natürlich unfair sich von einem wirklichen Fachhändler beraten zulassen und dann bei einem anderen zu kaufen aber vielfach. Ist der sogenannte Fachhändler nicht in der Lage eine orgentliche Beratung durch zuführen und man muss sich zusätzlich auf anderen Wegen informieren z.B. über das I-net beim Hersteller, Zeitschriften oder Foren den oft erfährt man nur so was wirklich relevant für die Kaufentscheidung ist.

Also bin ich bei einem wirklichen Fachhändler auch bereit wenn ich Dessen Service in Anspruch nehmen will oder dies schon tat dort auch mehr Geld Auszugeben sollte ich jedoch bei einem lokalen Händler einen schlechtern Service erhalten als übers Netz werde ich nicht beim lokalen Händler kaufen. Auch andere Vorteile hat der Handel über Netz :

ich kann rund um die Uhr eine Kaufentscheidung abwägen und fällen

ich kann viele Ware innerhalb von min 2 Wochen zurück geben (per Gesetz garatiert)

Nochmal: Warum sollte ich also bei einem lokalen Händler die UVP bezahlen wenn dieser bei einem anderen Händler die nur Hälfe bezahlt mich schlech berät ( bzw die beratung nicht notwendig ist da ich mich bereits vorher informierte). Auch schlechte Erfahrungen mit der mangelhaften Beratung und Service (Garantiefälle)im Einzelhandel bringen Leute dazu im Netz zu kaufen.

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Uhse & Mae B. bzw. Sexshop Ketten mit eigener Produktion machen Fremdproduktionen nicht wegen ihrer Monopolstellung (haben se ja genau genommen nicht) teurer, sondern um Kaufanreize zu bieten, die den Kunden dazu bewegen sollen lieber auf die Eigenprodukte zurückzugreifen. Oder es ist sogenannte "Lockware", die eine Weile für sehr teuer angeboten wird, um dann Sonderaktionskampagnen damit zu starten, um über den gut beleumundeten Markennamen neue Kundschaft für das eigene Angebot zu interessieren.

Bei dem Konzern Uhse/Orion ist es mittlerweile kaum noch möglich, deren Eigenproduktionen bzw. Lizenzerwerbe auch zu erkennen, weil kein Schwein mehr weiß, wer da zu wem gehört.

Ich habe mein Studium bei Karstadt verdient, ich bin ziemlich desillusioniert, was Rabatte, Schnäppchen etc. betrifft. Es geht immer um "Verführung" für den eigenen Profit. An sich nichts Schlechtes, aber ich werde als Konsumentin einfach nicht gerne kaltschneuzig belogen.

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Hey ich glaub es nicht, ihr wollt den Leuten wirklich weismachen, daß die Sexspielzeuge zu billig angeboten werden?! Also echt, nirgendwo sonst werden wohl, wie Pronto ganz richtig anmerkte, derartige Gewinnspannen eingefahren, wie bei Sexspielzeugen! Dem Internet sei dank, dass sich so manch Garagenhändler mit einer hübschen Webpage daran machen kann die jahrzehntelange Monopolstellung von Uhse und co endlich zu brechen! Wenn natürlich an so einem shop gleich an ganzer Rattenschwanz von Mitverdienern hängt, selber schuld!

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@Holzauge: Das wäre soweit korrekt, wenn die Preisspanne erst kurz vorm Endabnehmer anfallen würde. Aber irgendwoher muss der kleine Garagen-Verkäufer ja sein Zeugs haben. Und da wird er auch bereits gut draufzahlen! Sprich den Reibach macht der Hersteller und der Garagenverkäufer muss trotzdem mit kleiner Gewinnspanne über Wasser bleiben. Das ist das Problem!

Im übrigen wird nicht proklamiert: "Macht die Toys teurer!" sondern es soll aufgerufen werden, das der Kunde vorsichtig ist mit Billig-Zeugs! Nur - sei mal ehrlich - was bleibt eher im Kopf: "Bitte pass auf, wenn du dir was billiges kaufst." oder "Geiz WAR geil, Sparen war gestern Geiz ist out!" Und dann ists immer noch an jedem, ob er sagt, das Schnäppchen nehm ich aber trotzdem noch mit!

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Nein,

gemein finde ich das nicht. Ich arbeite hart für mein Geld und trotzdem habe ich dank Euro usw. sehr viel weniger Geld im Portmonaie als noch vor ein paar Jahren.

Ich gebe z.B. für meinen Wocheneinkauf an Lebensmitteln rund 60- 90 aus. Das hatte ich früher in DM.

Also bleibt mir nichts anderes übrig, als für mich günstig einzukaufen, denn mein Gehalt wird ja nicht mehr.

Und ich informiere mich meistens durch Kataloge oder das I-net und bist Du schon mal kompetent in einem Fachgeschäft beraten worden? Wenn ich als PC Laie zu Media Markt und Co gehe, verstehe ich nur Bahnhof und die Berater sind dann sehr patzig.

Wie oben schon gesagt, ich muß vergleichen, um mir wenigstens noch etwas leisten zu können und dabei achte ich dann nicht auf Euro Beträge. Aber wenn es in höhere Sparten geht, dann nehme ich nicht das teurere oder machst Du das? Bei Karl- Otto nebenan kostet der PC 1500 und bei Karstadt eine Stadt weiter 1000- kannst Du Dir da die 1500 leisten?

Wenn es um kleinere, für mich vertretbare Summen geht, achte ich z.B: darauf, das ich in der Region kaufe, um die heimische Wirtschaft zu stärken und so punktet Karl- Otto eben vielleicht bei was anderem.

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