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MyVibe iPhone Vibrator

iVibrator


Wer kennt nicht die dummen Sprüche, wenn es um die brummenden und vibrierenden Handys geht. Als wir letztens durch Zufall die App MyVibe fanden, staunten wir als bekennende iPhone-Fans nicht schlecht und mussten sie natürlich herunterladen und testen.

Auffällig war bei der Online-Recherche, dass diverse Onlinemagazine diese App zwar begeistert vorstellten, aber niemand konkret schrieb, ob sie nun orgasmustauglich ist, oder eher nur als Scherz-App anzusehen ist. Im Internet ist außerdem zu lesen, dass die amerikanische Sexualexpertin Dr. Debby Herbenick diese Vibrator- App ausgiebig getestet hätte und schlicht begeistert sei. Wir wollten es genau wissen und teilen Euch hier unsere Meinungen mit.

Für diejenigen, die sich mit dem iPhone nicht auskennen, ein kleiner Exkurs: Der Unterschied des iPhones zu herkömmlichen Mobiltelefonen ist, dass der Hersteller Apple die Möglichkeit bietet, neben den klassischen Telefonier-, SMS-, Kalender- und Kontaktfunktionen, sowie den vorinstallierten Programmen auch diverse Apps (Abkürzung für Application) zu installieren. Viele gute Apps können kostenlos aus dem App-Store von Apple geladen werden und einige kosten Geld (z.B. die Tom Tom-Navigationssoftware). Programmierer aus der ganzen Welt verkaufen ihre Apps über den App-Store.

Die App MyVibe wurde von den Entwicklern des amerikanischen Onlineshops MyPleasure.com programmiert. Das Programm kann direkt über das iPhone oder über Apples Multimedia-Verwaltungssoftware iTunes geladen werden. Zum Zeitpunkt dieses Test-Berichtes war die App kostenlos erhältlich.

Merkwürdig ist, dass Apple diese App in seinem Store erlaubt. Der amerikanische Computerhersteller verhält sich normalerweise stets extrem konservativ gegenüber erotischen Programmen. Apple-Chef Steve Jobs sagte öffentlich: „Wer mobil Pornos gucken will, soll Android kaufen“.

Ist MyVibe installiert, erscheint das weiße myVibe Symbol in der App-Sammlung. Es wird mit einem Fingertipp gestartet. Die Oberfläche ist schlicht in Blau gehalten. Man sieht rechts zwei Pfeil-Tasten und dazwischen eine Zahl. Über diese Steuerung kann man die Vibrationsgeschwindigkeit des internen iPhone-Vibrators, sowie diverse vorprogrammierte Programme einstellen. Links davon sieht man drei Buttons, über die man seine Lieblingsprogramme speichern kann.

Der Vibrator startet mit dem Druck auf die blaue Power-Taste, die sich im unteren Drittel des iPhones befindet.

Gespannt begann unsere Testerin ihr Experiment.
Leider war es fast zu erwarten: Die Vibration des iPhone-Vibrators reicht nicht annähernd aus, um klitoral einen Orgasmus auszulösen. Man könnte die Stimulation vielleicht eher als Kitzeln beschreiben. Die Intensität kann von 0 bis 20 gut gesteigert werden und die Anwenderin ist froher Hoffnung, dass noch mehr Leistung kommt. Leider finden sich zwischen den Stufen 20 bis 100 nur noch weniger sinnvolle Intervall-Programme und Geschwindigkeiten.

Zudem mangelt es dem iVibrator an einer geeigneten Auflagefläche. Die Probrandin gab dem iPhone längs, quer, hochkant, von hinten und von vorn eine faire Chance. Vergeblich ...

Frustriert schauten wir uns im Apple-Store die Bewertungen an und siehe da: Wir waren nicht allein auf weiter Flur. Auch andere Leute vergaben in ihrem Voting nur mangelhafte Punkte. Wie Frau Dr. Debby Herbenick von dem vibrierenden Handy begeistert sein kann, entzieht sich unserer Kenntnis. Vielleicht hat sie ja gar kein iPhone.

Mit einhergehend bewerten wir natürlich auch die Hygiene. Diese ist bei den vielen Rillen und Öffnungen des Gehäuses für Mikrofon, Lautsprecher etc. nicht sonderlich gegeben und es stellt sich die Frage, wie das Telefon gründlich gereinigt werden kann.

Alles in allem werten wir die myVibe iPhone-Vibrator- App als ungeeignet. Da das Programm gratis ist, kann man es zumindest seinen Freunden oder seinem Partner als Späßchen präsentieren. Wenn es zukünftig mal Geld kostet, kann man sich die Investition jedoch getrost sparen.


Fazit:

Auch wenn die Idee prickelnd ist, mit der App MyVibe den Vibrator des iPhones als Sexspielzeug zu missbrauchen, so ist die Leistung nur mangelhaft zu werten. Es ist weder für den Mann, noch für die Frau möglich, mit dem iPhone einen Orgasmus zu bekommen. Ein mobiler Handy-Vibrator wird also immer ein Wunschtraum und Bier-Witz bleiben.

Gesamtbewertung: Gesamt- Urteil


Testbericht weitersagen:
MyVibe iPhone Vibrator




MyVibe iPhone Vibrator

Design Design - Aussehen
Feeling Feeling
Lautstärke Lautstaerke
Verarbeitung Verarbeitung
Hygiene Hygiene
Handhabung Handhabung
Preis-Leistung Preis-Leistungs-Verhältnis



Meinungen

Rezension:

veröffentlicht am: 16.09.2010

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