Penispumpen-Ratgeber

Ein umfangreicher zum Thema Penisvergrößerung mit Pumpen

Pumpen gibt es hauptsächlich für drei Anwendungsbereiche: Für den Penis, für Brüste und Brustwarzen sowie für Vagina und Kitzler.

Mit vielversprechenden und übertriebenen Werbeslogans buhlen unzählige Händler um Kundschaft um jeden Preis … Es wird der ultimative Riesenpenis, Traumbusen, Monster-Schamlippen, hemmungslose Geilheit und dauerhafte Potenz versprochen. Aber auch in der Wellness-Branche werden teure Produkte zur medizinischen Penisverlängerung, zum Prostata-Training und gegen Frigidität zum Kaufen angeboten.

Doch was ist nun wirklich dran, an den Mythen, Versprechen, Halb- und Unwahrheiten? Wir versuchen, in diesem Ratgeber etwas Licht ins Dunkel zu bringen und Euch vor einigen Fehlkäufen zu bewahren.


 Medizinische Behandlungsmethode

Schon in der Antike wurden, vor allem in der chinesischen Medizin, Heilpraktiken mit Unterdruck eingesetzt, die als durchblutungs- und schlackeabbau-fördernd galten. So genannte Schröpfköpfe wurden erwärmt und auf die Haut, z.B. auf den Rücken, gesetzt. Die Luft kühlte sich ab und zog sich zusammen. Somit wurde eine Sogwirkung erreicht, die Blut in die oberen Haut- und Muskelschichten befördert und lokal den Stoffwechsel anregt. Auch heutzutage arbeiten einige homöopathische Ärzte mit der Schröpftherapie.


„Unterdruck“ vs. „Vakuum“

Der für den Menschen über längeren Zeitraum erträgliche Unterdruck liegt bei -1,0 bar. Als angenehm empfinden es die meisten Menschen bis -0,8 bar. Ab -1,1 bar wird es schmerzhaft und führt zu Blutgerinnseln (Knutschflecken) und Lymphaustritten.

Falsch ist es definitiv von „Vakuum“-Pumpen, „Vakuum“-Therapie oder dergleichen zu reden. Würde man wirklich Vakuum auf menschliches Gewebe ausüben, würde es zerplatzen und das Blut würde aufgrund des herabgesetzten Siedepunktes zu Kochen beginnen. Da viele „Fachhändler für Sexspielzeug“ mit Begriffen dieser Art werben, scheinen sie sich nicht mit ihren Produkten zu identifizieren. (Wikipedia: Vakuum)


Penispumpen

An erster Stelle möchten wir auch gleich mit einem Klischee aufräumen. Es ist nicht möglich, durch eine Penispumpe allein zum Orgasmus zu kommen. Man saugt / melkt auch nicht den Schwanz leer, was wir letztens in einem Forum gelesen haben. Ein 5 cm längerer Penis ist dauerhaft ohne operativem Eingriff auch nicht möglich. Die Penispumpe ist ein wirkungsvolles Utensil, um kurzfristig mehr Volumen und Standkraft in den Penis zu bringen. Durch den Unterdruck weiten sich die Schwellkörper und werden mehr mit Blut gefüllt. Derselbe Effekt gilt auch für die Lymphgefäße. Zudem wird der Rückstrom des Blutes zum Herzen etwas eingeschränkt. Die Wirkung hält, je nach Pump-Dauer für ein paar Minuten oder Stunden an.

In der Werbung, sowie in diversen Fachbüchern und Zeitschriften, liest man, dass Penispumpen dauerhaft zu einer Penisverlängerung führen können. Dies konnten wir jedoch, auch nach mehrfachen Tests nicht bestätigen. Wir gehen davon aus, dass die tägliche Anwendung zumindest über mehrere Monate Voraussetzung für einen kleinen Behandlungserfolg ist. Wir stellen von daher insbesondere die reißerischen Werbeversprechen der Sexshops sehr in Frage.
Penispumpen sind viel mehr ein interessantes und prickelndes Sexspielzeug alleine oder mit dem Partner. Es ist schon beachtlich, wie weit man den Penis aufpumpen kann. Das der Penis ca. 5 cm länger und 3cm dicker wird ist keine Seltenheit. Das größere Volumen des Penis sieht nicht nur gut aus, sondern dürfte auch bei der Partnerin beim Sex gefallen finden.

Interessant ist übrigens, dass man(n) mit der richtigen Pumpe ganz ohne visuelle und mechanische Reizung eine Erektion herbeiführen kann. Dies ist insbesondere für Männer interessant, die alters- oder stressbedingte Potenzprobleme haben.

Eine wichtige Begleiterscheinung bei Penispumpen ist, dass die Empfindlichkeit je nach Dauer der Anwendung reduziert wird. Ein Orgasmus dauert zunehmend länger – was sich jedoch positiv auf die Leistungsfähigkeit beim Sex auswirkt. Frau bekommt beides: Einen dickeren Penis und einen ausdauernden Mann. ;-)


Was muss man beim Einkauf von Penispumpen beachten?

Der Aufbau von Penispumpen ist immer gleich: Ein Peniszylinder aus Glas, Acrylglas oder PVC (auch Kolben genannt) wird mittels eines Schlauches mit einer Handpumpe verbunden. Der Penis wird in den Zylinder eingeführt und die Luft mit einem Pumpballon oder einer Scherengriffpumpe abgesaugt. Es gibt auch elektrische Pumpen, die die Pumparbeit etwas erleichtern.

  1. Das Wichtigste ist der Zylinder. Absolut albern sind die übertriebenen Maße der meisten Sextoys. Man(n) bekommt teilweise Minderwertigkeitskomplexe, wenn der Penis-Zylinder 30 cm lang ist und einen Durchmesser von 7 cm hat. Was auch immer die Hersteller zu solchen amerikanischen Wunschmaßen treibt - wir sehen dort keinen offensichtlichen Grund. Im Gegenteil! Die Pumpe ist unhandlich, am Eingang oft undicht und sie zieht die empfindliche Hodenhaut mit hinein (Was sehr schmerzhaft werden kann). Große Zylinder müssen zudem stets mit einer Hand festgehalten werden.Von daher raten wir zu Zylindern mit maximal 4-5 cm Durchmesser und 18-24 cm Länge.
    Wichtig ist auch, dass der Eingang des Kolbens abgerundet ist. Ein Dichtgummi ist nicht zwingend notwendig, wenn der Durchmesser bei 4-5 cm liegt.

  2. Als Handpumpe sollte man stets einer Scherengriffpumpe wählen. Die Pumpballons ermüden die Handmuskulatur sehr schnell und sind auch nicht so wirksam, da sich das Material (Gummi oder Weichplastik) nicht richtig zurückziehen kann. Ballonpumpen machen eher Sinn, wenn man Druck aufbauen will (z.B. bei Blutdruckmanschetten), wir wollen doch aber den Druck reduzieren – dafür eignen sich die Handballons eher schlecht.

    Wir empfehlen unbedingt, auf Produkte mit Druckmesser zurückzugreifen. Denn nur so lässt sich der Druck wirklich kontrollieren und man kann Druck-Unfälle vorbeugen.

  3. Der Verbindungsschlauch ist ein oft vernachlässigtes, aber aus hygienischer Sicht wichtiges Element. Denn man saugt während des Abpump-Vorganges unweigerlich Gleitmittel und ggf. Körperflüssigkeiten in den Schlauch. Viele Penispumpen werden mit einem gewendelten Schlauch (wie beim Staubsauger) verkauft. Ist der Schlauch nicht glattwandig, lagern sich die Flüssigkeitsrückstände ab und bilden idealen Boden für Keime und Pilze. Deshalb sollte der Schlauch glatt sein.

  4. Was auch wichtig ist, dass keine feststehenden Ringe am Eingang der Pumpe angebracht sind und der Eingang auch nicht schmaler im Durchmesser wird. Es kann ansonsten passieren, dass der Penis nicht mehr herauszubekommen ist. Da hilft dann nur der Seitenschneider oder Notarzt.


Die besten Systeme sind die Systeme von Dr. Joel Kaplan® und VACUTECH®. Sie sind technisch sehr ausgereift und qualitativ hochwertig und haltbar gearbeitet. Natürlich ist es klar, das hochwertige Pumpen etwas teuerer sind, aber wenn man darauf hinspart, tut man sich einen deutlich größeren Gefallen, wenn man schmerz- und unfallfrei den Unterdruck genießen kann.

Wer zunächst wissen will, ob Penispumpen was für ihn sind, sollte sich eine Seaman´s Penispumpe zulegen.

Zwei wichtige Utensilien sollten auch gekauft werden: Gleitmittel auf Wasserbasis und Reinigungstücher (z.B. Kleenex-Box)


Wie wendet man eine Penispumpe richtig an?

Wir haben unzählige Pumpen ausprobiert und getestet. Wir möchten an dieser Stelle gerne unsere Erfahrungen weitergeben …

Wie eine Penispumpe gefahrenlos benutzt wird, erklären uns die Erotikverkäufer nicht. In den meisten Fällen sucht man auch eine Gebrauchsanweisung oder Gefahrenhinweise vergebens. Die größte Gefahr ist, wenn zu stark und zu lange gepumpt wird: Es sickert Lymphflüssigkeit in die empfindlichen Weichteile und lagert sich zum Beispiel im Gewebe der Vorhaut ab. Es entsteht ein großer, flüssigkeitsgefüllter Kranz unter der Eichel, der Anfänger in Schrecken und Panik versetzt. Außerdem ist eine stundenlange Taubheit des Penis keine Seltenheit.

Von daher ist die richtige Technik wichtig, um entspannte und erotisierende Momente zu erleben:

  1. Man(n) sollte ganz in Ruhe und ohne Zeitdruck, bzw. ohne dem Gedanken, es könne jemand ins Zimmer hereinplatzen, experimentieren. Männer sollten auch zunächst ohne Partnerin rumprobieren.

  2. Bevor es losgeht, sollte man sich der Haarpracht entledigen. Mit einer Schere oder dem Langhaarschneider sollten die Schamhaare mindestens auf einen Zentimeter (besser weniger) gestutzt werden. Ansonsten gelangt Luft in den Zylinder und der Unterdruck fällt immer wieder zusammen.

  3. Man setzt sich auf einen Stuhl oder nimmt eine halb liegende Position, mit leicht erhöhtem Oberkörper ein. Den Rücken kann man z.B. mit Bettdecken und Kopfkissen unterstützen. In Griffweite sollten Gleitmittel und eine Kleenex- Box (oder Papiertaschentücher) stehen. Sinnvoll ist es, auch ein Handtuch unter sich zu legen.
    Neben der Entspannung ist aber auch etwas Ablenkung von der Pumpe wichtig. Unterstützend kann z.B. ein Erotikfilm oder eine Slideshow mit Erotikbildern am PC sein. ;-)

  4. Man sollte den Penis mit viel Gleitmittel auf Wasserbasis einreiben. Gleitmittel dichtet v.a. in der Anfangszeit den Eingang des Zylinders ab und verhindert das Einsaugen von Luft. Zudem macht es die Haut geschmeidiger und verhindert, dass die Haut einreißt. Auf gar keinem Fall sollten Massageöle oder ölhaltige Massagemittel genommen werden, da diese den Kunststoffzylinder und Dichtungen angreifen.
    Anschließend die Finger mit Taschentüchern trocknen, sonst wird es glitschig.

  5. Dann geht es los: Den Zylinder über den Penis stülpen – Dabei ist es unerheblich, ob er schon erigiert ist. Die Pumpe saugt ihn schon steif.  Dann langsam mit dem Pumpen beginnen. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, mittels eines Druckanzeigers kontrolliert zu saugen. Bleibe zunächst unter dem grünen Strich und pumpe stets nach, wenn der Penis „ausfährt“. Ist kein Druckanzeiger an der Pumpe, gilt der Leitsatz „Weniger ist mehr!“.

  6. Nach ca. 10 Minuten sollte der Zylinder durch die Peniswurzel abgedichtet sein und man kann beginnen, etwas stärker zu pumpen. Es sollte ein Spiel zwischen starkem und schwachem Sog sein und man sollte stets zwischen roter und grüner Linie liegen. Für wenige Sekunden kann die rote Linie auch überschritten werden, bzw. bis an die Schmerzgrenze gepumpt werden. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass nach wenigen Sekunden die Lymphbahnen aufbrechen! Das sollte nicht über mehrere Minuten geschehen – egal wie erregt man ist!
    Zwischenzeitlich kann durch aus auch masturbiert werden. Der Penis hat nun seine maximale Größe erreicht.

  7. Nach weiteren 10-15 Minuten ist unbedingt eine 5-10-minütige Pause angesagt. Der Penis sollte gleichzeitig mit frischem Blut versorgt werden, indem man ihn von der Wurzel bis zu Eichel unter leichtem Zug Richtung Eichel massiert (den Penis melken).

  8. Dann kann es beliebig oft im Intervall 15 min Pumpen und 10 min Pause weitergehen. Die meisten Leute pumpen ½ bis maximal 2 Stunden lang.

  9. Die Schwellung des Penis geht, je nach Dauer, nach ca. 1-8 Stunden wieder zurück. In dieser Zeit wird die Lymphflüssigkeit abgebaut und das Blut aus den Schwellkörpern wieder dem Blutkreislauf zugeführt.

Welche Gefahrenhinweise sollten beachtet werden?

Entgegen den Bildern diverser amerikanischen Penispumpen-Seiten möchten wir Euch den Tipp geben, es wirklich nicht mit dem Pumpen zu übertreiben. Erspart Euch lieber den peinlichen Gang zum Arzt und beherzigt folgende Ratschläge:

  • Niemals dauerhaft zu stark pumpen
  • Zwischendurch immer gucken, ob der Penis „ok“ ist.
  • Keine stundenlange Dauerbehandlung ohne Pausen machen
  • Nicht täglich den Penis aufpumpen, sondern nur max. 3 Mal pro Woche
  • Stets durch Masturbieren und Massieren für Durchblutung des Penis sorgen
  • Nicht dauerhaft einen Penisring tragen, sondern in den Pumppausen entfernen
  • Penis sollte stets warm sein

Wir raten auch nicht dazu, sogenanntes "Ballpumping" zu betreiben, indem man den Hodensack aufpumpt. Wir können die Gefahren für Impotenz und andere bleibende Schäden nicht abschätzen.


Erste Hilfe Maßnahmen

Wenn man zu lange und zu stark saugt, kann es zu Komplikationen kommen. Dies ist insbesondere bei Pumpen zu beobachten, wo keine Druckkontroll-Anzeige angebracht ist.

Man sollte sofort mit dem Pumpen aufhören bei :

  • Taubheit des Penis
  • Anschwellen des Peniskranzes
  • Sonstige Schwellungen
  • Platzen kleiner Äderchen (Es entstehen Blutergüsse)
  • Feine Risse

Anschwellen des Peniskranzes (Vorhaut)
Unbeschnittene Männer haben bei zu starkem und zu langem Pumpen das Problem, dass in der Vorhaut Lymphflüssigkeit abgelagert wird. Es entsteht ein verdickter Ring unter der Eichel. Auf amerikanischen Seiten liest man diesbezüglich von einem Donut.
Eine kleine Anschwellung ist nicht schlimm und zieht sich binnen weniger Stunden zurück. Ab ca. einem halben Zentimeter rund um den Penis herum, sollte für mind. 6 Stunden ein Druckverband (ohne Kompresse) angelegt werden, der das Liquor wieder in das Gewebe presst (Dabei an die Öffnung zum Wasserlassen denken).
Belässt man den Penis ohne Druckverband, wird diese Flüssigkeit nur sehr langsam vom Körper abgebaut und sorgt für Schmerzen und Unansehnlichkeit.

Taubheitsgefühl im Penis
Dass die Empfindlichkeit des Penis vermindert wird, ist normal. Der Grund dafür ist, dass Nervenbahnen durch den hohen Druck etwas komprimiert werden. Wurde mit zu hohem Druck und zu lange gepumpt, ist das Taubheitsgefühl verstärkt, vergeht aber in den nächsten 1-3 Stunden wieder. Wir raten vor einer weiteren Anwendung der Pumpe ab. Durch Masturbieren oder eine warme Dusche kann die die Sensibilität wieder angeregt werden.

Haut-Risse
Kommt es zu feinen Rissen in der Haut, schafft man schnell mit Bepanthen-Wundheilsalbe aus der Apotheke Abhilfe. Um Entzündungen vorzubeugen, sollte auf Sauberkeit, insbesondere nach dem Urinieren, geachtet werden.

Blutergüsse
Den Penis unter laufendem Wasser kühlen.
Mit Heparin- oder Hirudin-Salbe unterstützt man die Haut, die kleine innere Verletzung zu heilen. Die Salbe sollte stetig nachgeschmiert werden.


 

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