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KRyo

Oh mein Gott...Schwester ist schwanger -.-'

33 Beiträge in diesem Thema

Hallo LTT, da es keine eigene Kummerecke gibt, lasse ich hier mal raus was mir und meiner Family gerade so auf der Seele brennt.

Alsoooo, wir leben hier zu 4., meine 2 Schwestern (16,18), ich (19^^) und meiner Mutter (also alleinerziehend, arbeitet voll).

Mein ach so intelligentes Schwesterchen (die 18-jährige) hat einen Freund, seit 4 Monaten, also noch ein junges Glück. Es ist ihr erster richtiger Freund, mit dem sie auch schläft, allerdings war sie so schlau und hat sich nicht um die Verhütung gekümmert. Sie haben nur mit Gummis verhütet (von Dummheit will ich erst garnicht reden, ich könnt permanent draufhauen!) und dann : Tadaaaa! "Mama, äääh...ich bin schwanger!" (Natürlich erst nach einigem zögern, automatisch sagt sie sowas ja nicht.)

Sie war beim FA und bei der ProFamila-Beratung. 2 Kriterien für eine erfolgreiche Abtreibung (und eine staatliche Kostenübernahme!)! Aber anscheinend überlegt sie sich jetzt ernsthaft das Kind zu bekommen!! Hallo?! Mit 18! Ich und meine Family raten ihr alle abzutreiben, die Gründe die gegen ein Kind in dem Alter sprechen sind einfach extrem schwerwiegend.

-Sie hat z.Z. nur die mittlere Reife (mit scheiss 3er Schnitt) und geht z.Z. auf die HöHa, wo sich ihre Noten sogar sehr verbessert haben (trotzdem hat sie so wenig Motivation, dass sie fast 2 mal die Woche fehlt..."verschlafen"...) und sie die Chance auf nen guten Abschluss hat. Folge mit Kind : Schulabbruch, eine scheiss mittlere Reife und verdammt wenig Chance auf ne Ausbildung! Also später im Leben wird sie es verdammt schwer haben einen Job zu finden, der über der 400-Basis liegt. Wahrscheinlicher halte ich aber keinen Job und Hartz 4, niedrig Qualifizierte werden eben nur für die Drecksarbeit herangezogen, und sowas macht man schliesslich nicht sein ganzes Leben lang! Ausser Spongebob, der brät gerne Burger...haha -.-

-Welche Gründe sprechen für ein Kind in dem Alter? Die Tatsache, dass man sich für nobel hält, dass man nicht abgetrieben hat? Dass man Liebe vergeben kann? Dass ein Kind süss und knuffig ist und man damit überall rumzeigen kann? Von den Sachen (gemerkt? Es sind nur ideele Werte!!) kann man sich doch seinen Lebensunterhalt nicht bezahlen!

Ich hab nichts gegen Leute die Kinder haben wollen, aber wenn die sozialen Folgen so verheerend sind sollte man es doch sein lassen, oder nicht ?

Wir raten ihr dazu abzutreiben und erstmal ne Ausbildung zu machen und danach kann sie sich immer noch ein Kind anschaffen. Lieber ne Depression nach der Abtreibung, als ne Depression ein Leben lang.

-Die Family des Freundes könnte den beiden eine Wohnung stellen, umsonst. Strom und sonstige Kosten müssen trotzdem gedeckt werden, und wenn er eine Ausbildung macht kommt dafür sicherlich nicht viel Geld rein. Von der Stütze leben ist sicherlich auch scheisse. Also: sozialer Stellung im Keller, wie man doch so schön sagt: Man will seinem Kind ja was bieten. Das seh ich irgendwie nicht.

-Die Beziehung ist noch sehr jung und kann daher sicherlich schneller zusammenbrechen an Stress und sonstigem, als eine schon gefestigte Beziehung. Und Stress ist genug da mit einem Kind. Das heisst, dass meine Schwester in der Lage sein muss das Kind alleine großzuziehen, wenn es nicht klappt mit den beiden.

Das muss man alles einkalkulieren, aber anscheinend macht sie das nicht und denkt nur an die "noblen" Gründe, dass sein keinen Menschen getötet hat oder sonstwas irrsinniges.

Als wir uns zusammengesetzt haben und mit ihr darüber reden wollten, hat sie nur geheult. Sie kann keine vernünftige Entscheidung fällen, wir haben ihr all die Gründe genannt! Sie ist total unreif, wenn sie nicht einmal Verantwortung für sich und ihre Entscheidungen übernehmen kann, weil sie anscheinend darauf hofft, dass ihr die Entscheidungen abgenommen werden, dann, wie zum Henker, soll sie Verantwortung für ein Kind übernehmen?

Wenn meine Schwester das Kind bekäme, dann weis sie zumindest, wie es mit der Pflege aussieht. Sie muss sich fast komplett alleine um das Kind kümmern.

Meiner Mutter muss arbeiten und will den Stress nicht haben (Mit 3 Kindern weis sie schliesslich, was für ein Stress das ist). Hin und wieder mal Kinderwagen rumeiern geht, aber sonst nicht.

Meine andere Schwester geht auf eine Berufsschule und macht ein Praktikum. Sie findet Kinder zwar süss, aber wird sich auch nicht allzuviel um das Kind kümmern können.

Ich mache zu der Zeit meine Ausbildung und will mich darum kümmern, und da meine Freundin (leider :() ein halbes Jahr im Ausland ist, kann ich mich voll auf Schule und Ausbildung focussieren. Ich werde mich nicht um das Kind kümmern, da ich mit Kindern nichts anfangen kann. Onkel ist ja nur ein Titel und kein Verantwortungstragendes etwas.

So, ich wollte das nur loswerden. Gute Nacht LTT!

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Hi Kryo,

puhhh, schwierig!

Erstmal tut mir Deine Schwester leid und danach Deine Mutter.

Die hat's sicher auch nicht leicht und ich kann gut verstehen, dass sie sich nicht um eine Baby kümmern kann.

Wie wäre es denn für Deine Schwester das Kind zur Adoption frei zu geben?

Es gibt so viele Paare, die sich nicht sehnlicher wünschen als ein Kind zu haben und für die der einzige Weg die Adoption ist.

Somit müsste Deine Schwester keine moralischen Bedenken haben. Obwohl so eine Adoption natürlich wieder andere psychologische Probleme hervorbringt.

Wenn Deine Schwester jetzt schon regelmässig die Schule schwänzt wird das mit Kind sicher nicht besser, denn dann hätte sie ja sogar einen "Grund".

Kinder haben sollte man absolut nicht unterschätzen. Das "Oh, wie niedlich" weicht schnell dem Druck der grossen Verantwortung.

Wie man es dreht und wendet:

Deine Schwester wird allein entscheiden müssen, denn sie wird auch den Rest des Lebens mit ihrer Entscheidung leben müssen.

Wenn Ihr sie drängt, wird das nur noch grössere Probleme nach sich ziehen...

Lg

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Also die Sache mit der Adoption zieht sie nicht in Betracht. Je länger es da unten im Bauch bleibt, desto mehr Zeit ist da, um eine emotionale Bindung aufzubauen. Daher soll sie sich ja auch schnell entscheiden.

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Mit 18! Ich und meine Family raten ihr alle abzutreiben, die Gründe die gegen ein Kind in dem Alter sprechen sind einfach extrem schwerwiegend.

Sorry, aber es gibt viel jüngere Frauen, die Kinder bekommen, Du bist gerade mal 1 Jahr älter, und Deine Schwester ist volljährig. Ich finde es äußerst vermessen, wie Ihr ihr da rein redet und sie unter Druck setzt!

später im Leben wird sie es verdammt schwer haben einen Job zu finden, der über der 400-Basis liegt. Wahrscheinlicher halte ich aber keinen Job und Hartz 4, niedrig Qualifizierte werden eben nur für die Drecksarbeit herangezogen, und sowas macht man schliesslich nicht sein ganzes Leben lang!

Klar, ist das mit Kind noch schwerer, aber weißt Du, dass sie ohne Kind einen besseren Job bekommen würde? Hellsehen kann niemand!

-Welche Gründe sprechen für ein Kind in dem Alter? Die Tatsache, dass man sich für nobel hält, dass man nicht abgetrieben hat? Dass man Liebe vergeben kann? Dass ein Kind süss und knuffig ist und man damit überall rumzeigen kann? Von den Sachen (gemerkt? Es sind nur ideele Werte!!) kann man sich doch seinen Lebensunterhalt nicht bezahlen!

Wenn ideelle Werte für Dich nichts wert sind, ist das sehr schade. Aber bitte schließe nicht von Dir auf andere!

Wie gesagt, Deine Schwester ist volljährig und es gibt ja auch Hilfe für junge Mütter, denen ihre Familie nicht helfen wollen.

Ich hab nichts gegen Leute die Kinder haben wollen, aber wenn die sozialen Folgen so verheerend sind sollte man es doch sein lassen, oder nicht ?

Ziemlich unreife Einstellung von Dir!

Wir raten ihr dazu abzutreiben und erstmal ne Ausbildung zu machen und danach kann sie sich immer noch ein Kind anschaffen. Lieber ne Depression nach der Abtreibung, als ne Depression ein Leben lang.

Ich glaube kaum, das Du/Ihr das für sie entscheiden könnt! : flop :

Die Beziehung ist noch sehr jung und kann daher sicherlich schneller zusammenbrechen an Stress und sonstigem, als eine schon gefestigte Beziehung. Und Stress ist genug da mit einem Kind. Das heisst, dass meine Schwester in der Lage sein muss das Kind alleine großzuziehen, wenn es nicht klappt mit den beiden.

Auch das ist heute gang und gäbe. Und auch eine längere Beziehung kann leicht auseinandergehen.

Das muss man alles einkalkulieren, aber anscheinend macht sie das nicht und denkt nur an die "noblen" Gründe, dass sein keinen Menschen getötet hat oder sonstwas irrsinniges.

Die Werte Deiner Schwester als "Irrsinn" abzutuen, zeigt wieder Deine eigene Unreife!

Als wir uns zusammengesetzt haben und mit ihr darüber reden wollten, hat sie nur geheult. Sie kann keine vernünftige Entscheidung fällen, wir haben ihr all die Gründe genannt!

Dass sie heult kann ich gut verstehen, wenn Ihr sie nur unter Druck setzt und zu einer Entscheidung zwingen wollt, die sie nicht möchte.

Ihr wollt ja gar nicht ihre Sichtweise verstehen, sondern denkt nur an Euch!

Wenn meine Schwester das Kind bekäme, dann weis sie zumindest, wie es mit der Pflege aussieht. Sie muss sich fast komplett alleine um das Kind kümmern.

Meiner Mutter muss arbeiten und will den Stress nicht haben (Mit 3 Kindern weis sie schliesslich, was für ein Stress das ist). Hin und wieder mal Kinderwagen rumeiern geht, aber sonst nicht.

Tolle Familie! Selten so was Unsensibles gelesen! :(

Nur, weil es bei Deiner Mutter schief gelaufen ist, muss das ja nicht automatisch bei allen anderen auch so sein!

Ich kenne auch genug positive Beispiele, wo Oma, Opa, Tanten und Onkel gerne alles für ein neues Familienmitglied getan haben.

Ich werde mich nicht um das Kind kümmern, da ich mit Kindern nichts anfangen kann. Onkel ist ja nur ein Titel und kein Verantwortungstragendes etwas.

Sorry, aber Du kommt mit dieser Aussage so unsympathisch rüber, dass es wohl für das Kind tatsächlich das beste wäre, es würde nicht mit Eurer Familie aufwachsen!

Mein Rat: Deine Schwester hat das Recht, sich frei zu entscheiden. Wenn sie sich für das Kind entscheiden sollte, helft Ihr wenigstens, die entsprechende externe Unterstützung, die Ihr zusteht, zu erhalten und macht ihr keinen unnötigen zusätzlichen Stress! Respektiert ihre Entscheidung und geht nicht so völlig negativ an die Sache ran, sonst kommt es nämlich leicht zur Self-fulfilling Prophecy.

Wenn Ihr ihr wirklich helfen wollt, dann versucht, sie zu verstehen und die für sie beste Lösung zu finden. Dazu gehört es auch, sich mit den positiven Aspekte eines Kindes auseinanderzusetzen und sich aktiv über alle möglichen Hilfe-Angebote zu informieren. Dazu ist eine Familie nämlich eigentlich da! Ein Anfang wäre es z.B. diese Webseite zu studieren und wirklich neutral an die Sache ranzugehen und sich mit allen Fakten zu beschäftigen. (Bei Pro Familia war Deine Schwester ja schon...)

Aber im Endeffekt ist und bleibt es natürlich ihre Entscheidung. Sie ist nicht nur Deine 'kleine Schwester', sondern eine 18jährige junge Frau mit mittlerer Reife, bei der durchaus Entwicklungspotenzial erwartet werden sollte!

Elke

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Mag sein, dass das da oben ein wenig "schlecht" rüberkam, aber ich bin nunmal gereizt, das ist durchaus verständlich.

Ok, dann versuche ich mal zu Antworten.

Sorry, aber es gibt viel jüngere Frauen, die Kinder bekommen, Du bist gerade mal 1 Jahr älter, und Deine Schwester ist volljährig. Ich finde es äußerst vermessen, wie Ihr ihr da rein redet und sie unter Druck setzt!

Du kennst meine Schwester nicht. Wenn man ihr nicht ein wenig Druck macht, dann tut sie überhaupt nichts. Sie ist faul und auch unselbstständig, soll heissen: Sie kümmert sich herzlich wenig um ihre Zukunft. Mehr als ein paar Monate denkt sie selten vorraus. Ich will damit nur sagen, dass sie sich viel zu wenige Gedanken macht, was aus ihr wird/werden kann.

Klar, ist das mit Kind noch schwerer, aber weißt Du, dass sie ohne Kind einen besseren Job bekommen würde? Hellsehen kann niemand!

Das stimmt schon. Aber Familie und Beruf unter eine Haube zu bekommen ist sicherlich nicht leicht. Und wenn man kein Kind hat ist es leichter sich auf seine Ausbildung/Studium/Schule etc. zu focussieren. Zumindest hätte sie dann eine gute Ausbildung. Das mit dem Job danach ist sicherlich was anderes, aber die Chancen wären meines Erachtens doch höher.

Wenn ideelle Werte für Dich nichts wert sind, ist das sehr schade. Aber bitte schließe nicht von Dir auf andere!

Wie gesagt, Deine Schwester ist volljährig und es gibt ja auch Hilfe für junge Mütter, denen ihre Familie nicht helfen wollen.

Doch doch, ideele Werte zählen für mich auch. Aber manchmal muss man auch sowas gegeneinander abwägen.

Ziemlich unreife Einstellung von Dir!

Aha, soso. Ok nehmen wir an, die sozialen Folgen wären desaströs. Dann haust meine Schwester unter besch..eidenen Lebensbedingungen. Und selbst wenn Geschwister sich, wie so oft, schonmal in die Haare kriegen, wünsche ich ihr nicht, dass sie von der Stütze lebt. Das wünscht man keinem!

Ich glaube kaum, das Du/Ihr das für sie entscheiden könnt! thumbsdown.gif

Das wollen wir auch garnicht, wir versuchen ihr nur aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gäbe, wenn sie so oder so entscheiden würde. Es ist nicht so, dass wir aus dem Stegreif uns alle möglichen verheerenden Weltkatastrophen ausgedacht haben. Wir haben lange überlegt, was passieren kann und ihr das dann mitgeteilt. Die Entscheidung übernehmen wir nicht, das muss sie ganz alleine tun.

Auch das ist heute gang und gäbe. Und auch eine längere Beziehung kann leicht auseinandergehen.

In meinen Augen kann aber eine junge Beziehung schon an minder wichtigen Gründen auseinanderbrechen.

Die Werte Deiner Schwester als "Irrsinn" abzutuen, zeigt wieder Deine eigene Unreife!

Naja, da kann man dann wohl nichts dran machen. Ansonsten bin ich umgänglich.

Dass sie heult kann ich gut verstehen, wenn Ihr sie nur unter Druck setzt und zu einer Entscheidung zwingen wollt, die sie nicht möchte.

Ihr wollt ja gar nicht ihre Sichtweise verstehen, sondern denkt nur an Euch!

Schön wäre, wenn sie uns ihre Sichweise überhaupt mal erklären würde!! Sie schweigt sich ja nur aus!

Und es ist nicht verkehrt sich um seine eigenen Lebensumstände in der Situation Gedanken zu machen! Ein wenig Egoismus schadet nicht!

Tolle Familie! Selten so was Unsensibles gelesen! sad.gif

Nur, weil es bei Deiner Mutter schief gelaufen ist, muss das ja nicht automatisch bei allen anderen auch so sein!

Ich kenne auch genug positive Beispiele, wo Oma, Opa, Tanten und Onkel gerne alles für ein neues Familienmitglied getan haben.

Ich bitte dich! Urteile nicht über meine Familie! Glaub mir, unsensibel sind wir mit Sicherheit nicht.

Bei meiner Mutter ist nichts schief gelaufen! Mit Sicherheit nicht! Sie liebt uns alle, aber sie weis auch, was Kinder für einen Aufwand und Stress bedeuten, und diesen Aufwand möchte sie nicht auf sich nehmen, da sie endlich mehr Zeit für ihren Beruf gefunden hat, da wir ja nun fast erwachsen sind, das darf man ihr nicht verübeln. Nach so vielen Jahren Investment darf man sich auch mal freuen, dass die Kinder selbstständig sind und kann sich ein wenig auf sein eigenes Leben konzentrieren. Daran ist doch nichts verkehrtes. Ja nun, dann behalte du deine positiven Beispiele in allen Ehren, aber wir werden eben nicht "alle Zeit der Welt" aufbringen können um uns um das Kind meiner Schwester zu kümmern. Das ist auch nicht der Sinn der Sache, die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern, die sollten auch den Hauptteil der Erziehungsarbeit leisten und nicht wer anders. Wenn das Kind dann eben mal bei Oma ist, dann ist das ok, solange es nicht ständig da hockt und umsorgt werden will.

Sorry, aber Du kommt mit dieser Aussage so unsympathisch rüber, dass es wohl für das Kind tatsächlich das beste wäre, es würde nicht mit Eurer Familie aufwachsen!

Damit habe ich von mir geredet, also zieh die anderen da nicht mit rein.

Damit will ich sagen, dass ich 1. auch nicht die Zeit (Ausbildungsbedingt) aufbringen kann und 2. mit Kindern nichts anfangen kann und daher keine große Hilfe wäre.

Hoffe damit konnte alles soweit beantwortet werden.

MfG

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Also die Sache mit der Adoption zieht sie nicht in Betracht. Je länger es da unten im Bauch bleibt, desto mehr Zeit ist da, um eine emotionale Bindung aufzubauen. Daher soll sie sich ja auch schnell entscheiden.

Da sie sich ja entscheiden hat, schwanger zu bleiben, nehme ich an, dass sie ohnehin schon eine emotionale Beziehung zum Baby aufgebaut hat.

Falls sie sich letztendlich entscheidet, dass sie das Kind doch nicht behalten möchte, wäre die Frage, ob sie von der Psyche her nicht mit einer Adoption besser als mit einer Abtreibung umgehen könnte.

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So wäre zumindest der Gedanke an "Mord" nicht mehr da. Aber sie meinte eben, sie zieht in 3 Wochen um o__O.

Anscheinend hat sie sich also dafür entschieden.

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Mag sein, dass das da oben ein wenig "schlecht" rüberkam, aber ich bin nunmal gereizt, das ist durchaus verständlich.

Ja, aber Deine Schwester ist mit Sicherheit im Moment noch viel 'gereizter', und Ihr verlangt von ihr eine 'vernünftige' Entscheidung...

Du kennst meine Schwester nicht. Wenn man ihr nicht ein wenig Druck macht, dann tut sie überhaupt nichts. Sie ist faul und auch unselbstständig, soll heissen: Sie kümmert sich herzlich wenig um ihre Zukunft. Mehr als ein paar Monate denkt sie selten vorraus. Ich will damit nur sagen, dass sie sich viel zu wenige Gedanken macht, was aus ihr wird/werden kann.

Das ist natürlich nicht schön, aber ob Druck da auf die Dauer das richtige Mittel ist? Besser würde sie doch durch eigenen Erfahrungen und gute Vorbilder lernen?

Und ihr solltet bedenken, dass eine Schwangerschaft erst einmal eine Ausnahmesituation ist (mental, hormonell, körperlich etc.). Da kann es gut sein, dass ihr das auch schon genug 'Druck' macht. Das solltest Du wenigstens in Erwägung ziehen. Meiner Meinung nach wäre *Unterstützung* besser.

Und wenn man kein Kind hat ist es leichter sich auf seine Ausbildung/Studium/Schule etc. zu focussieren. Zumindest hätte sie dann eine gute Ausbildung. Das mit dem Job danach ist sicherlich was anderes, aber die Chancen wären meines Erachtens doch höher.

Es geht hier aber nicht um irgendwelche Statistiken, sondern um einen konkreten Einzelfall.

Das wollen wir auch garnicht, wir versuchen ihr nur aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gäbe, wenn sie so oder so entscheiden würde. Es ist nicht so, dass wir aus dem Stegreif uns alle möglichen verheerenden Weltkatastrophen ausgedacht haben. Wir haben lange überlegt, was passieren kann und ihr das dann mitgeteilt. Die Entscheidung übernehmen wir nicht, das muss sie ganz alleine tun.

Das klingt ja schon vernünftiger als im 1. Posting. Dort klang es nämlich so, als seid Ihr Euch alle einig, dass für sie nur eine Abtreibung (auch gegen ihren Willen) die einzige Lösung wäre.

In meinen Augen kann aber eine junge Beziehung schon an minder wichtigen Gründen auseinanderbrechen.

Auch hier sind Statistiken für den Einzelfall eigentlich irrelevant, aber wenn man sie heranziehen würde, würde man feststellen, dass der Gipfel des Scheidungsrisikos, das heißt der Modus der Scheidungen pro Ehejahr in der Durchschnittsehe, sich im 3. Ehejahr zeigt..

Schön wäre, wenn sie uns ihre Sichweise überhaupt mal erklären würde!! Sie schweigt sich ja nur aus!

Vielleicht, weil Ihr ihre 'noblen Gründe' (wie Du es nennst) nicht respektieren wollt?

Natürlich wäre es auch gut, wenn sie sich konkrete Gedanken um Ihre Zukunft (z.B. auch finanziell) macht. - Aber - wie gesagt - sie ist in einer Ausnahmesituation, und besonders viel Verständnis kann ich aus Deinem 1. Posting nicht herauslesen. Vielleicht ist das Unter-Druck-Setzen ja doch nicht so richtig?

Ich bitte dich! Urteile nicht über meine Familie! Glaub mir, unsensibel sind wir mit Sicherheit nicht.

Bei meiner Mutter ist nichts schief gelaufen! Mit Sicherheit nicht! Sie liebt uns alle, aber sie weis auch, was Kinder für einen Aufwand und Stress bedeuten, und diesen Aufwand möchte sie nicht auf sich nehmen, da sie endlich mehr Zeit für ihren Beruf gefunden hat, da wir ja nun fast erwachsen sind, das darf man ihr nicht verübeln. Nach so vielen Jahren Investment darf man sich auch mal freuen, dass die Kinder selbstständig sind und kann sich ein wenig auf sein eigenes Leben konzentrieren. Daran ist doch nichts verkehrtes.

Ich kann nur das beurteilen, was ich von Dir lese, und das klingt eher kinderfeindlich und kalt. "Meiner Mutter muss arbeiten und will den Stress nicht haben (Mit 3 Kindern weis sie schliesslich, was für ein Stress das ist). Hin und wieder mal Kinderwagen rumeiern geht, aber sonst nicht."

Kinder sind doch nicht nur Stress!

Es verlangt ja niemand, dass sich Deine Familie rund um die Uhr um das Kind kümmert, aber ich finde diese negative Ausdrucksweise und Einstellung ziemlich traurig. Mentale Unterstützung kann genauso wichtig sein, wie materielle!

Wie gesagt, es gibt genug Hilfsangebote, aber die können kein harmonisches Zuhause ersetzen!

Damit will ich sagen, dass ich 1. auch nicht die Zeit (Ausbildungsbedingt) aufbringen kann und 2. mit Kindern nichts anfangen kann und daher keine große Hilfe wäre.

Es geht hier nicht um Kinder im allgemeinen, sondern um das (mögliche) Kind Deiner Schwester. Warum traust Du Dir nicht zu, in die Onkel-Rolle hineinzuwachsen? Warum lehnst Du sämtliche Verantwortung gleich so rigoros von vornherein ab? - Niemand verlangt, dass Du Deinen ganze Freizeit investierst, aber ich finde immer noch, dass Du die Sache sehr einseitig-negativ siehst.

Deine Schwester ist in einer schwierigen Situation, die Ihr imho noch schwieriger macht. Man kann niemandem zu seinem (vermeintlichem) Glück zwingen. Deine Schwester braucht Deine Hilfe und Unterstützung, nicht Bevormundung, Unverständnis und Ablehnung!

Auch, wenn es für Dich schwer ist, versuche doch mal, Dich (so weit es geht) ehrlich in Deine Schwester hineinzuversetzen und probiere, ein ruhiges, sachliches, offenes Gespräch mit Deiner Schwester zu führen, wo sie auch das Gefühl hast, dass Du wirklich versuchst, sie zu verstehen.

Wenn Du Dir das nicht zutraust, nehmt Euch einen neutralen, fachkompetenten 'Moderator' hinzu.

Elke

PS: Sorry, wenn ich ehrlich bin, aber ich glaube, Diplomatie ist in diesem Falle fehl am Platze! ;-)

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Ehrlich gesagt, kannich mich hier nur vollund ganz Elke anschließen. Selbst, wenn Du ihre "noblen Gründe" nicht verstehen kannst, so solltest Du sie doch akzeptieren. Ich könnte mich auch nicht zu einer Abtreibung durchringen. Und sich ein Leben lang deswegen Vorwürfe machen zu müssen, ist auch nicht gerade eine gute Lösung.

Da sie sich nun einmal entschieden hat, solltet ihr sie unterstützen, soweit es Euch möglich ist. Natürlich sollt ihr deswegen Euer Leben nicht vollends hintenan stellen. Aber die Institution Familie hat nun mal auch die Aufgabe, in schwierigen Situationen zu helfen und nicht jemanden im Regen stehen zu lassen. Selbst, wenn dieser jemand "unreif" sein sollte. Und es kann auch gut sein, dass sie sich durch Schwangerschaft und Kind verändert. Schließlich muss sie sich nun um jemanden kümmern. Vielleicht wächst sie ja auch an der Aufgabe. Gebt ihr doch eine Chance! Eine Chance, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und auch eine Chance, diese als richtig zu beweisen. Ihr müsst sie auch als Erwachsene behandeln. Sie ist ja schließlich auch erwachsen! Da würde ich auch sofort alles abblocken. (Tue ich auch, wenn meine Familie so anfängt. Was Gott sei Dank selten ist.)

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Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben ;-)

Ich glaube, daß KRyo hauptsächlich so böse rüberkommt, weil er sich Sorgen um seine "kleine" Schwester macht (ich bin halt immer optimistisch :rolleyes: )

Nun ist seine Schwester zwar volljährig, aber ob erwachsen, daß weiß keiner von uns! Auch KRyo kann das nicht objektiv beurteilen, weil er halt ihr Bruder ist.

Ich war mit 18 jedenfalls nicht erwachsen und hätte es auf gar keinen Fall auf die Reihe bekommen, ein Kind ohne die Unterstützung meiner Familie aufzuziehen...aber das ist ja auch schon wieder 20 Jahre her.

Vielleicht sollte deine Schwester sich mal für eine Woche das Kind von Freunden "leihen" (sie kann gerne mal meinen fast 4jährigen geliehen haben ;-) ) um mal Familie zu "üben".

Letztendlich ist es ihre Entscheidung und die Depression nach einer Abtreibung sollte man auf gar keinen Fall unterschätzen!!

Und du kannst eben nicht in die Zukunft gucken, vielleicht wird es für deine Schwester mit Kind schwerer (ob nun alleinerziehend oder nicht) aber vielleicht kommt sie auch super klar und der Wurm weckt in ihr das Verantwortungsbewußtsein, was euch bis jetzt an ihr fehlt..

Auf jeden Fall gebe ich Elke recht! Ihr solltet deiner Schwester auf jeden Fall erstmal klar machen, daß ihr ihre Entscheidung akzeptieren werdet, egal wie diese aussieht. Und das ihr sie in jedem Fall im Rahmen eurer Möglichkeiten unterstützen werdet!

Wie sie sich letztendlich entscheiden wird und was diese Entscheidung bringen wird, zeigt sich eben erst später.

Setzt ihr sie aber weiter unter Druck, drängt ihr sie ja anscheinend in die, für euch, "falsche" Richtung. Aber in jedem Fall treibt ihr sie damit weg von euch und ich glaube nicht, daß ihr das wollt?!

Zeigt ihr, daß ihr sie in jedem Fall weiterhin lieb habt und die Entscheidung wird ihr viel leichter fallen.

Sollte sie sich für das Kind entscheiden, sollte sie die Schwangerschaft so unbeschwert wie möglich genießen können. Das kann nämlich eine wirklich schöne Zeit sein :rolleyes: !

Ich drück euch allen, aber vor allem deiner Schwester ganz fest die Daumen!!

LG, Paulinchen

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Also zuerst mal möchte ich zu der Aussage "Sie haben nur mit Gummis verhütet" etwas sagen:

ich weiß nicht, was es daran auszusetzen gibt, es hört sich an, als meintest Du, das könnten nur leichtsinnige Leute tun...

Mein Freund und ich verhüten seit drei Jahren erfolgreich nur mit Gummis, und ich finde, daß es momentan das beste Verhütungsmittel auf dem Markt ist!

(denn: keine gesundheitlichen Nebenwirkungen für Frau/Mann, einfach anzuwenden, wirkt immer, und falls es mal reißen sollte: man sieht das sofort nach dem GV und kann sich direkt die Pille danach holen)

Soviel dazu, mußte ich einfach mal loswerden!

Und nun zu dem eigentlichen Thema:

Nun, wie hier wohl alle wissen, bin ich kein großer Freund von Kindern, möchte selbst keinesfalls welche haben.

Nichtsdestotrotz denke ich, daß das beste in Eurer Situation wäre, Deine Schwester für sich entscheiden zu lassen!

Ihr habt momentan ein Problem in der Familie, aber eine Familie ist doch dazu da, sich gegenseitig zu unterstützen, egal, was passiert!

Und man kann sehr viele Probleme gemeinsam meistern, wenn man nur will!

Unterstützt einfach Deine Schwester, egal wie ihre Entscheidung auch ausfallen möge - oder wollt Ihr Euch irgendwann von ihr vorwerfen lassen,

daß Ihr sie zur (ich drücks jetzt mal krass aus) "Ermordung ihres Kindes" getrieben habt?

Das Kind ist in ihrem Bauch, in keinem anderem sonst. Also sollte sie auch entscheiden...

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Die Entscheidung für oder gegen das Kind sollte deine Schwester mit Ihrem Freund ganz alleine fällen. Wenn Ihr sie bei der Entscheidung in eine Richtung drängt wird sie euch mit Sicherheit irgendwann Vorwürfe machen ihr hättet Sie zur Abtreibung gezwungen.

Sicherlich ist eine Berufsausbildung ohne Kind leichter zu bewerkstelligen als mit Kind. Und sicherlich ist es besser wenn ein Kind in eine gefestigte Partnerschaft geboren wird. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass, wenn beide Eltern es wollen, auch eine junge Partnerschaft ein Kind aushält. Unsere Beziehung ist durch die inzwischen drei Kinder deutlich gefestigt worden. Allerdings waren wir uns bei der Geburt unseres ersten Kindes auch sicher das wir von nun an gemeinsam für unser Kind sorgen mussten. Und von nun an vor allem das Kind unter einer Trennung gelitten hätte.

Wenn ich deinen ersten Post richtig gelesen habe gibt es von der Familie des Freundes deiner Schwester ja einige Unterstützung zumindest in Bezug auf eine Wohnung. Wenn ihr deiner Schwester bei der Kinderbetreuung ein bischen unter die Arme greift ist das Drama einer etwas voreiligen Schwangeschaft dann nicht mehr ganz so dramatisch.

Ausserden gibt es mittlerweile für junge Mütter sehr gute Unterstützung um neben der Kindererziehung einen Schulabschluß/ Berufsausbildung nachzuholen.

Gruß horti

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Soweit wie ich es verstanden habe, hat sie inzwischen eine Entscheidung gefällt. Sie will das Kind behalten, und meint, sie zieht in 3 Wochen um.

Da dann Kindergeld wahrscheinlich wegfällt müssen wir auch umziehen, weil das Haus dann zu teuer wird.

Dieses "unter Druck setzen" geschah nur bei diesem einen Gespräch, ansonsten sprechen wir sie nicht drauf an, und inzwischen soll sie eben machen, was sie für richtig hält, aufhalten kann sie ja sowieso keiner.

Das mit dem Umzug (von mir+Mutter+Schwester) finde ich gerade belastender, da ich hier immer gerne gewohnt habe.

Naja.

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Wenn ich mir das so durchlese, tut mir Kryos Schwester echt leid - aber nicht wegen der Schwangerschaft!

Sind wir mittlerweile echt so weit, dass das Leben wie ein mieses Computerspiel gezockt wird? Nach dem Motto: Wenn mir noch ein paar Extras zur nächsten Runde fehlen, drücke ich halt die Reset-Taste :blink: ?

Natürlich ist das Toll, wenn man eine Ausbildung, ein Auto, ein Haus und nen Hund hat, bevor man sich zur Abrundung sein Kind aus der Konservendose zulegt. Heißt aber nicht zwangsläufig, dass diese Kinder unter besseren Bedingungen aufwachsen als die aus scheinbar widrigen Umständen heraus geborenen.

Wir hatten vor etlichen Jahren einen ähnlichen Fall in der Familie, wobei die werdende Mutter wahrscheinlich ein etwas heftigerer "Spezialfall" als Kryos Schwester gewesen sein dürfte und es noch heute ist. (Sie "hatte gedacht....." und seither weiß man in meiner Familie, dass man vom Denken Schwanger werden kann :P ).

Wir haben die Mutter in ihrer Entscheidung das Kind zu bekommen unterstützt (was zuweilen nicht ganz leicht war) und heute ein unter "ziemlich widrigen Umständen" aufgewachsenes 14 jähriges Familienmitglied, das sich zu einem prima Kerl (wenn man von ein paar kleinen Macken absieht) entwickelt hat.

Auch wenn man von so einer Situation erst mal geschockt ist, lassen sich immer Mittel und Wege finden, das Beste daraus zu machen. Eine Schwangere, die sich erst einmal in ihrer neuen Situation zurechtfinden muss mit unkonstruktiven Ratschlägen zu traktieren, halte ich in diesem Sinne nicht für angezeigt. Sie sollte wissen, dass sie sich in jeglicher Hinsicht (egal wie sie sich entscheidet) auf ihre Familie verlassen kann.

Vielleicht geht Ihr ja noch mal in Euch und lasst ihr diese Gewissheit zumindest nachträglich zukommen.

Wegen 1x Kindergeld umziehen zu müssen, scheint mir da das weitaus nichtigere Problem zu sein, zumal sich m.E. auch hier mit gemeinsamen Anstrengungen eine gangbare Lösung finden sollte......

B)

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Wenn ich so meinen systemischen Beraterhut aufsetze würde ich ungefähr folgendes von mir geben... nämlich dass es mir persönlich völlig wurscht ist, welche Lösung rauskommt, solange sie *von euch* bzw. *von Deiner Schwester (und ggf. deren Freund)* kommt und *nicht* von mir ;-) Zumal ich zwar von Abtreibund jetzt auch nicht sooo viel halte, im Zweifelsfall aber immer mit den Achseln zucken würde und mich auf eine "kommt drauf an"-Haltung zurückziehe, denn jeder Fall ist anderst und - wie schon gesagt - nach meinem Weltbild müssen das die Betroffenen selbst entscheiden. Ich kann sie nur in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen und sollte mir meiner eigenen Meinung (und v.a. meinen eigenen Gefühlen) bewusst sein, um sie so weit wie möglich rauszuhalten bzw. zu erkennen, wann sie die Beratung beeinflussen ;-)

Anyways...

So wie ich das hier lese seh ich da eine Situation mit zwei "Untersituationen":

1. Die 18jährige Schwangere

2. Ihre Familie und wie sie als System auf die Schwangerschaft reagiert

(3. Der Papa und seine Familie tauchen hier noch gar nicht richtig auf - was wollen und meinen die denn?)

Da das Mädel volljährig ist, hat sie das (formal gesehen) alleine zu entscheiden und auch zu verantworten. Hier gilt es, sie in ihrer ganz eigenen Entscheidung zu unterstützen: mal alles von allen Seiten so weit es geht betrachten/beleuchten und gucken, was sie wirklich will. bzw. sie rausfinden lassen, was sie will. Wobei das gar nicht so einfach ist, v.a. in diesem jungen Alter, denn oft wissen wir zwar relativ genau, was wir nicht wollen, aber nicht, was wir wollen. Vergleich Restaurant: ich kann sehr genau wissen, was ich von der Speisekarte alles nicht will, da weiß der Kellner aber noch lange nicht, was er mir denn nu bringen soll - da muss ich eine Positivstimme abgeben, keine 50 Negativstimmen. Ggf. würd ich auch den Freund noch mit dazu holen, ist ja auch sein Kind!

Wobei zu bedenken ist: sowas lässt sich nicht alleine per Kopf entscheiden und anhand von Listen mit Vor- und Nachteilen (Controller glauben sowas nicht und leben deshalb in ihrer eigenen Welt :D). Und wenn sie noch nicht "reif" genug ist: Krisen haben es an sich, dass sie den Betroffenen die Chance geben einen großen Entwicklungssprung in relativ kurzer Zeit zu machen ;-) Übrigens: das chinesische Schriftzeichen für "Krise" bedeutet auch "Chance"...

Tja, und dann wäre da noch das System "Restfamilie" mit Mutter, Bruder, Schwester. Klar seid ihr auch mit betroffen und habt eure eigenen Interessen im Spiel - ist ja auch völlig ok. Familien haben ja so ihr eigenes System entwickelt (für Außenstehende auch gerne als "Hölle auf Erden" bezeichnet :lol: ) und da wäre jetzt die Frage, wie ihr damit umgehen wollt und jede/r für sich darüber klar wird. Wenn da alle kein großen Bock auf Unterstützung haben ist das ja ok - solange ihr auch bereit seid, den Preis dafür zu zahlen (welcher das ist, weiß niemand aber irgendwas wird's schon sein...).

Offensichtlich hat Deine Schwester ja schon reagiert, für mich hört es sich so an als hätte sie eure Reaktionen so verstanden als dass da für sie nicht viel an Unterstützung zu holen ist und hat sich für Kind und für Auszug/Zusammenzug mit ihrem Freund entschieden.

Und wenn euer Haus bisher nur aufgrund von Kindergeld zu halten war - tja, irgendwann wäre das dann ja wohl eh weggefallen, so kommt es nur paar Jahre früher - außer ihr findet zu dritt einen Ausgleich. Und es klingt nach dem ersten Preis den es zu zahlen gilt ;-)

Wie auch immer: vertrakte Situation, klar, nur von hier lässt sich da wenig zu sagen imho. Deiner Schwester würd ich empfehlen nochmal eine Beratung aufzusuchen, wo sie die Möglichkeit hat sich nochmal von jemand neutralem in ihrem Entscheidungsprozess unterstützen zu lassen. Und ihr für euch solltet auch nochmal gucken wie ihr mit der Sache umgeht - die Schwester jetzt als das "dumme schwarze Schaf" zu verdammen, die "nicht mal gescheit verhüten kann" dürfte auch objektiv betrachtet nicht die hilfreichste Haltung sein. Klar wird die Zeit für sie mit Kind kein Zuckerschlecken nur ist sie nicht automatisch für den Rest des Lebens auf H4 verdammt - da kommt's nämlich immer drauf an, was die Personen aus ihrer Situation machen.

Ok, denn hab ich mal genug geschrieben und werde mir jetzt mal meine Schlafmütze aufsetzen und mich ins Bett ablegen...

Daniel

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Das mit dem Umzug (von mir+Mutter+Schwester) finde ich gerade belastender, da ich hier immer gerne gewohnt habe.

Naja.

Das ist Dir echt wichtiger, als das Wohl Deiner Schwester und ihres ungeborenen Kindes? :blink:

Irgendwie dachte ich immer, man sollte die matriellen Werte hinter die moralischen Stellen! Da kann ich Deine Schwester gut verstehen, dass sie ausziehen will, wenn sie auf der Seite des Freundes wenigstens Unterstützung bekommt!

Bei einer Kollegin von mir ist die Tochter auch ungewollt schwanger geworden. 18 Jahre alt, mitten in der Ausbildung und manchmal etwas verantwortungslos (wie das bei Menschen in diesem Alter ja doch noch ziemlich oft der Fall ist. Mal ehrlich: Man muss sich ja auch kaum Sorgen machen.). Dann kam der Kleine Sonnenschein, Freund hat sich aus dem Staub gemacht, Ex-Schwiegermama in spé will das Kind. Das nenn ich ne miese Situation. Aber meine Kollegin und ihre Familie haben zu der frischgebackenen Mama gehalten, die jetzt wieder in der Ausbildung ist (und übrigens alleine wohnt). Dem Kind geht's gut und sie ist um einiges "reifer" geworden. Das einzige Problem sind jetzt noch der Ex und seine Mama. Ansonsten sind alle glücklich, wenn auch nicht stinkreich!

Nur mal so ein Beispiel am Rande...

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... aus eigener erfahrung kann ich sagen: man wächst mit seinen aufgaben. und offenbar ist deine schwester gerade dabei, genau das zu tun, was ihr ihr immer vorwerft, dass sie es nicht tut: sie übernimmt verantwortung für sich, ihr handeln - und das kind.

lg

tishaho.

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Nun wissen wir ja, dass sie sich für das Kind entschieden hat ...

Ich habe vor einigen Jahren das selbe an einer Klassenkameradin von mir erlebt.

Ich war damals in der 10. Klasse und 16 Jahre alt, sie auch...

Jedenfalls hat sie mit Pille und Kondom verhütet, ist aber auch schwanger geworden, wobei wir wieder bei der Verhütungsgeschichte wären.... <_<

Sie hat sich entschlossen das Kind zu bekommen. Ihr Freund und somit auch der Erzeuger war ebenfalls in unserer Klasse aber damals schon 18 Jahre alt.

Er hat danach eine Ausbildung angefangen und sie blieb nach der Realschule zu Hause und hat sich dann den Mutterschaftsurlaub oder wie auch immer es heißen mag genommen um die erste Zeit für das Kind dort zu sein.

Ich weiß, dass sie sich allerdings dann auch von ihrem Freund getrennt hat und sie das Kind nun alleine groß zieht.

Jedenfalls gibt sie es morgens in eine Kita und und holt es Nachmittags wieder ab.

Ich habe sie auch erst wieder gesehen, als ich mit dem Gymnasium anfing und sie ihren erweiterten Abschluss noch nachholen wollte auf der Berufsschule.

Dann habe ich einige Zeit lang neben der Schule gearbeitet und sie öfters mit ihrem Kind bei uns einkaufen gesehen.

Es ist also doch MÖGLICH!

Man sollte es niemals auf die Kante legen ob man es schaffen könnte oder nicht, es hängt immer von dem Umfeld und natürlich auch sich selbst ab, wie man damit umgeht.

Sie hat zwischenzeitlich ihre Oma, ihre Mutter und die Kita im Nacken gehabt und natürlich Freunde, die den größten Teil ausmachen.

Ich finde es nicht umbedingt wichtig, dass man umbedingt unter luxeriösen Bedingungen aufwächst, sondern eher mit Liebe.

Es gibt zu viele Kinder die keine wirkliche Liebe erfahren konnten, aber dafür zu viel Geld haben und nicht genau wissen wie sie damit umzugehen haben...

(Das soll jetzt keine direkte Einteilung sein, sondern nur ein Beispiel)

Außerdem habe ich mich vorige Woche mit einer Frau (ca. mein Alter) unterhalten die jetzt schon 3 Kinder hat.

Sie macht nebenbei sogar noch ihr Abitur nun an der Abendschule...

Und um euer Haus würde ich mir gar nicht mal so große Sorgen machen.

Ihr habt es vorher hinbekommen und werdet es auch jetzt schaffen.

Soweit ich weiß liegt das Kindergeld bei 154 (zumindest für das 1. Kind, die anderen weiß ich leider nicht) und das Geld sollte jeder zusammen bekommen.

Wie wärs denn damit, dass du einen Teil von deinem Ausbildungsgeld abtrittst und Wohngeld bei deiner Mum bezahlst?

Das muss ich monatlich auch machen, obwohl meine Mutter mein Kindergeld bekommt und ich nur mein Abitur mache.

Ich trete monatlich auch mein Geld hier ab und finde es gerecht im Gegensatz dazu, dass ich hier mit essen kann, sie meine Wäsche wäscht und mir unter die Arme greift.

Na gut ab August ziehe ich ja auch aus, aber bisher haben wir es immer so gemacht.

Deine Schwester könnte zusätzlich einen kleinen Nebenjob mit wenigen Stunden aufnehmen und auch einen Teil dazu tragen.

Und wenn alles nichts nützt könnte deine Mutter (obwohl ich finde, dass sie schon genug arbeitet) einige Überstunden leisten.

Ich jedenfalls finde es allzu gerecht, dass ihr Kinder euch finanziell mit beteiligen solltet, denn ihr wollt ja schließlich auch weiterhin in dem Haus wohnen bleiben und euch dort wohl fühlen.

Außerdem seid ihr nun große Kinder und keine kleinen Kinder mehr, da könnt ihr euch euch mehr beteiligen....

Ich wünsche deiner Schwester jedenfalls viel Glück und Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg und hoffe, dass sie mit der Situation zurecht kommt und sie im Notfall immer eure Hilfe in Anspruch nehmen kann.

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Ich sehe es genauso wie meine Vorredner. Du, lieber KRyo, kannst Deine Schwester nicht derart verurteilen. Sind wir mal ehrlich, hat nicht nahezu JEDER irgendwann mal Sex gehabt, wo es hätte brenzlich werden können in punkto Schwangerschaft...gerade in jungen Jahren?

Euer Einwirken auf sie ist ihrer derzeitigen Situation sicherlich nicht zuträglich. Ich kann mir ihre Verzweiflung gut vorstellen, denn sie hat über das Leben ihres Kindes zu entscheiden. Ich denke nicht, daß daß Du da wirklich mitreden/mitfühlen kannst.

Sicherlich kann ich verstehen daß Du es nur gut mit ihr meinst. Doch was wirklich gut für sie ist, daß kannst Du nicht beurteilen. Du bist keine Frau, und sorry, Du bist ja selbst noch so jung.. zu jung, um ihr da ein guter "Berater" sein zu können.

Du kannst ihre emotionale Lage in punkto einer Abtreibung nicht mit"ach, das wird schon wieder" abtun. Ja, es gibt Frauen, die kommen nach einer Zeit gut damit klar. Es gibt aber auch Frauen die es sich lebenslang nicht verzeihen können. Eine verpasste Ausbildung ist natürlich problematisch, doch nachholbar. Ein abgetriebenes Kind aber kann man nie wieder zurück holen.

Für das Finanzielle wird das junge Paar staatliche Hilfe bekommen und auch für die Kinderbetreuung, damit eine Ausbildung für beide möglich bleibt. Gerade damit eben nicht, wie Du befürchtest, das ganze Leben im Eimer ist. Sicherlich wird das alles nicht einfach werden, doch es ist machbar. Wenn hier ein Wille ist, ist also auch hier noch ein Weg.

Zudem ist Deine Schwester auch keine 14 mehr. Wer sagt Dir, daß sie nicht gerade WEIL sie jetzt schwanger ist, nun reifer und erwachsener wird?

Daß sie sich nun für ihr Kind entschieden hat zeigt zumindest schonmal, daß sie Verantwortung für ihr Tun und für ihr Kind trägt und nicht schon wieder den einfachen Weg geht. Dafür hat sie sich schonmal Achtung verdient.

Natürlich wird sie die ganze Tragweite Mutter zu sein erst erfahren, wenn das Kind geboren ist. Doch im Grunde geht das JEDER Frau so die ihr erstes Kind erwartet. Ob geplant oder nicht, ob 18- oder 45jährig.

Wenn sich die erste Aufregung in Eurer Familie erst einmal gelegt hat wäre schön, wenn Ihr ihr in der kommenden Zeit gelegentlich hilfreich beistehen würdet. Sie hat schließlich kein Verbrechen begangen und ungewollte Schwangerschaften.. ja mei, sowas passiert halt trotz modernster Verhütungsmethoden auch in der heutigen Zeit mal.

Es war sicher schusselig von ihr, doch auch MENSCHLICH! Und so solltet ihr sie auch behandeln.

Lieben Gruß an Dich,

Eve (2 Kinder ;) )

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Soweit wie ich es verstanden habe, hat sie inzwischen eine Entscheidung gefällt. Sie will das Kind behalten, und meint, sie zieht in 3 Wochen um.

Da dann Kindergeld wahrscheinlich wegfällt müssen wir auch umziehen, weil das Haus dann zu teuer wird.

Dieses "unter Druck setzen" geschah nur bei diesem einen Gespräch, ansonsten sprechen wir sie nicht drauf an, und inzwischen soll sie eben machen, was sie für richtig hält, aufhalten kann sie ja sowieso keiner.

Das mit dem Umzug (von mir+Mutter+Schwester) finde ich gerade belastender, da ich hier immer gerne gewohnt habe.

Naja.

Super, ihr sprecht sie nicht mehr drauf an ... meine Fresse was seit ihr für ein arrogantes Pack. Erst stresst ihr sie, und da sie nun die Entscheidung getroffen hat, die euch zuwieder läuft, ignoriert ihr die Situation einfach.

Organisatorisch mag deine Schwester unreif sein, emotional bist du es ganz offensichtlich.

Du weißt schon, daß es beim Kinderkriegen emotional um ne ganze Menge geht?

Objektiv gibt es IMMER irgendwelche Gründe gegen Kinder, aber lass es dir gesagt sein, DEN perfekten Zeitpunkt fürs Kinderkriegen gibt es eh nicht. Ne Kristallkugel hast du auch nicht. Wenn du wolltest, daß deine Schwester zu einem "guten" Zeitpunkt ein Kind kriegt, dann wärst du egal zu welchem Zeitpunkt für sie da, wenn sie deine Hilfe braucht! Das ist schon jetzt der Fall und ihr benehmt euch, als wenn sie euch was antun würde ...

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