ZITAT(Weltraumputze @ 26.04.2007, 21:05)

ich versteh nicht ganz was Menschen daran finden können.
Mir tuts schon weh wenn ich das nur sehe.
Muß man sich irgendwann Schmerzen zufügen um überaupt noch zu fühlen, oder was steckt dahinter? Wahrscheinlich bin ich als geschlagenes Kind auch n bischen sensibel was das angeht.
Abgesehen von der psychischen Komponente, die ich hier jetzt nicht groß erklären will, ist es bei manchen Leuten schlicht und ergreifend eine körperliche Eigenschaft. Beim Zufügen von bestimmtem Schmerz auf bestimmte Art, an bestimmten Stellen etc. werden Endorphine ausgeschüttet, die ein nicht näher beschreibliches Hochgefühl auslösen.
Je nachdem wie man vorgeht kann man da zusammen mit psychischen Komponenten regelrechte Schwebegefühle etc auslösen- eine andere Ebene als durch "simple sexuelle Stimulation".
Das Lustige ist, dass viele Masochisten (also Menschen, die eben diese Endorphinausschüttung mehr oder weniger stark haben), es selber nicht nachvollziehen können, warum es so ist.
Aber: weh tut es ihnen trotzdem, wie jedem anderen auch *g*
Sadismus ist dagegen eher eine rein psychische Sache. Aber man muss eben zwischen krankhaftem und sexuellem Sadismus unterscheiden. Könnte man auch wieder ein Buch drüber schreiben.
Es gibt einfach viele Leute in unserer Gesellschaft, die keine Ahnung von derartigen Dingen haben und irgendwelche Vorurteile haben von wegen rohen Menschen etc.
Fakt ist, dass verantwortungsvoll ausgelebter BDSM sehr viel anspruchsvoller und geistig oft fordernder ist als ein wenig Blümchensex, um es mal überspitzt auszudrücken.
Klingt hochnäsig, aber es gibt so viele intolerante Menschen in unserer Gesellschaft, die einfach überhauptkeine Ahnung haben und trotzdem meinen, aburteilen zu müssen.
Zum Thema: Ab und an ist langweiliger, langsamer, kuscheliger, enger, verschmuster Kuschelblümchenvanillasex superschön - finde ich. Aber tendentiell liegen meine Vorlieben wo anders. Und ich für meinen Teil muss sagen, dass das für mich eine sehr große Erweiterung meines Sexlebens ist, da es schlicht und ergreifend viel mehr Möglichkeiten gibt und man mit der Zeit oft offener wird.
Ich finde das Thema BDSM nur dann eher negativ, wenn man ohne bestimmte Komponenten keinen (wirklichen) Spaß mehr haben kann.
Ich mag meine Neigungen auf jeden Fall, bin aber glücklich, dass ich auch mal ohne kann.
Edit: Die Definitionen/Erklärungen auf der genannten Seite zu diesem Thema kratzen stellenweise ein wenig an der Oberfläche, aber so als Ganzes steht da teilweise wirklich Schwachsinn auf seriös gemacht, der von Vorurteilen nur so überquillt. Da braucht man sich nicht wundern, wenn man mit diesen geistigen Ekzemen immer wieder konfrontiert wird.