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Conny

Herpes ?

43 Beiträge in diesem Thema

Also ich habe Herpes an der Oberlippe imom *G*

Und ich habe gehört, dass das halt durch ne Ansteckung passiert !

Geküsst habe ich ja nur meine Freundin, aber sie müsste sich ja dann auch wo angesteckt haben, oooder ?

Oder steckt man sich mit Herpes nicht nur beim küssen an ?

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Also ich bekam während meiner Jugend (naja solange ists ja nocht nicht her *g*) auch manchmal Herpes und ich habe damals mit sicherhiet nirgens rumgeknutsch, oder gar woanders geleckt. *g*

Aber prinzipiell solltest du die nächste Zeit die Finger von deiner Freundin lassen, nicht das sie sich auch noch infiziert.

Unter Herpes versteht man umgangssprachlich eine Gruppe von Viruserkrankungen, deren Erreger genetisch verwandt sind und zur Familie der Herpesviren gehören.

Herpesviren sind bei Wirbeltieren und beim Menschen weit verbreitet. Sie verbleiben nach der Erstinfektion latent im Körper des befallenen Organismus vorhanden. Sie können unter bestimmten Bedingungen reaktiviert werden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes

Also mit anderen Woten bekommen hast du es womöglich irgendwann mal sei es als kleiner Döz oder später, und nun hat er sich "reaktiviert", oder du hattest jetzt das erste mal das Vergnügen, weil du irgendwen berührt hast, der sich vorher an der Lippe oder so berührt hat.

Das gemeine ist ja, das Herpes meines Wissens nach bereits ansteckend ist, bevor man merkt, das man "infiziert" ist.

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hiho. also ich kann da aus eigener Erfahrung bisschen berichten. ich habe das nicht oft... man kann sogar sagen sehr selten aber: a) ich spüre dass es juckt und denke da kommt bestimmt was auf mich zu, und am nächsten Tag weiß ichs genauer :)B) ich bekomme das immer nur wenn mein Körper an sich bisschen angegriffen ist, also durch Grippe, Erkältung, Stress usw. usw. c) ich bekomme das nur ganz ganz "leicht" und das ist normalerweise bei mir nach spätestens 2 Tagen wieder weg.... lass dich halt gesundpflegen.... wie gesagt Körper ist bisschen labil und schon ist man anfälliger für sowas.... ...gute Besserung.... wenn man das so sagen kann... glaub mir, ich weiß wie das ist, diese nicht endenwollende "Kussabstinenz"... habe das aber aus anderen Gründen letztens durchmachen müssen... MfG jan

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Herpes ist ansteckend, es kommt aber auch die Art des Virus an, es gibt

da viele Gruppen.

Es kann aber auch nochmals ausbrechen wenn es schon einmal aufgetreten

ist, es sitzt einem sozusagen in den Knochen.

Wenn der Körper geschwächt ist istr dies wahrscheinlicher.

Man muss sich also nicht angesteckt haben.

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Der Herpesvirus am Mund (Herpes labialis) schlummert in jedem Menschen.

Er bricht aus, wenn (wie schon gesagt) das Immunsystem geschwächt ist, UV-Lichht soll auch ein Grund sein (im Urlaub / Frühjahr etc.)...

Kussabszinenz ist eigentlich Quatsch, aber mit dem Blumenkohl mag ich auch nicht küssen / geküst werden.

Das Einzige, das was bringt ist Acyclovir - Kapseln zum Einnehmen, sowie es juckt. Acic-Salbe bringt nur manchmal etwas, wenns nicht schon zu spät ist.

Mein Tipp - einfach in Ruhe lassen. Keine Creme drauf und auch keine Hausmittelchen, wie Zahnpasta etc.

Übertagbar ist lediglich der Herpes genitals (Sex, Klo).

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*meld* Powerswitch und die Vorredner, ich muss euch leider korrigieren, aber da stehen einige schlimme (!) Fehlannahmen drin: Ich rede jetzt erstmal über Lippenherpes: Dass der Herpesvirus in jedem Menschen schlummert stimmt nicht :) Man muss sich schon erstmal anstecken, bleibt dann aber in 60% aller Fälle lebenslang Träger des Virus, welcher dann immer wieder ausbricht (bei mir so alle 4 Monate ...). Daher sind auch 90% der Deutschen über 30 Jahren laut Umfrage davon betroffen. Ansteckung kann durch Küssen erfolgen, aber auch Trinken aus einem Glas an von dem ein Betroffener getrunken hat reicht bereits (Schmierfilm!). Vorsicht ist hier geboten, besonders ansteckend ist man - na klar - wenn man grad so eine Beule hat. Behandlung ist hier durch Cremes (Acic, Zovirax) möglich und hilft auch ganz gut. Vollständige Heilung ist aber auch durch diese Cremes möglich, vor Ausbrüchen hilft dann nur gesunde, stressfreie Lebensweise So: Genitalherpes: Ein anderer Virustyp, Ansteckung von oben nach unten und andersherum MÖGLICH , zwar selten, aber möglich. Verläuft heftiger als Lippenherpes. Ansteckung von Lippenherpes im Genitalbereich verläuft weniger heftig. Ca. 20% Betroffene in Deutschland. Behandlung nie mit Cremes, nur durch Pillen (ebenfalls Virostatika wie Aciclovir). Sobald angesteckt nur noch Verkehr mit Kondomen. Genitalherpes verläuft mit bösen Knoten und brennendem Jucken das großflächig auftritt. Daher würde ich sehr aufpassen mir das nicht zu holen! Google und Wikipedia hilft noch weiter :) Habe mich bereits ein wenig informiert da ich Lippenherpes habe und meine Freundin nicht. Wir üben halt die eine Woche dann Abstinenz bei allem was mit Lippen zu tun hat. Hilft ja nichts :(

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Danke ToyStory. Interessanter Beitrag!

Aciclovir hilft auch bei Lippenherpes viel besser als diese Acic-Salbe.

Die kann man auch im Internet bestellen. Es Ich weiß nur nicht, warum sie so selten verschrieben wird...

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tja, warum wohl nicht?

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen durch Aciclovir unterscheiden sich in der Regel durch die Art der Anwendung. Es lassen sich aber nicht in allen Fällen die beobachteten Nebenwirkungen klar nach der Art der Anwendungen unterscheiden, daher kann es zwischen den einzelnen Bereichen zu Überschneidungen oder Vermischungen kommen.

Nebenwirkungen bei der Gabe von Infusionen:

Die Nebenwirkungen, die hier auftreten sind meist schwerwiegender, da die Konzentrationen an verabreichtem Wirkstoff in der Regel höher sind.

Bei der Anwendung von Aciclovir-haltigen Infusionen kann es zu Krampfanfällen und zu Psychosen kommen. Ferner kann es zu weiteren zentralnervösen Störungen, wie Schläfrigkeit, Halluzinationen und Verwirrtheit kommen.

Es kann vorübergehend zu einem Anstieg von Kreatinin im Blut kommen, welches auf eine Beeinträchtigung der Nieren hinweist.

Ferner können vorübergehend die Konzentrationen von Bilirubin und von den Enzymen des Lebergewebes ansteigen.

Nebenwirkungen bei der Tablettengabe:

Bei der Anwendung von Aciclovir kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, sowie zu Kopfschmerzen und Schwindel kommen. Ferner können Hautausschläge und Haarausfall auftreten.

Nebenwirkungen bei der Anwendung von Salben:

Nebenwirkungen bei der Anwendung der Aciclovir-haltigen Salben können Brennen, Rötungen oder Abschuppungen der betroffenen Hautstellen sein.

Bei längerer Anwendung der Augensalben kann zu entzündlichen Reaktionen an der Hornhaut oder der Bindehaut kommen.

aus: http://www.m-ww.de/pharmakologie/arzneimit.../aciclovir.html

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@ Conny Also Toy Storie hat auf jeden Fall recht, das Du Dich nicht unbedingt bei Deiner Freundin angesteckt haben mußt. Es reicht, wenn Du in einem Lokal etwas trinkst und das Glas ist nicht 100% sauber gespühlt. Mein Hausarzt hat mir mal erklärt (mein Schatz hat manchmal Herpes darum habe ich mich erkundigt) das der Herpesvirus das gleiche Virus ist, der Windpocken auslöst. Ich weiß leider nicht mehr genau den Zusammenhang. Aber da ich bereits drei Mal Windpocken hatten (ist wohl berufsbedingt) :angry: soll ich es auch nicht so schnell bekommen. Und ich kann mich auch nicht beschweren- ich hatte bis jetzt auch noch nie. Unsere Oma hatte Herpes Zoster (hoffentlich ist das so richtig geschrieben). Das ist eine weitere Herpesart, bei der der Virus nicht nach außen ausbricht, sondern im inneren des Körpers die Nervenenden zerfrisst. Bei meinem Schatz hilft am Besten Zovirax. Das benutzt er gleich beim ersten Jucken und dann ist die Sache blitzschnell gegessen. Hoffentlich bist Du das fiese Teil bald los. <_<

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Also: Lippenherpes, Genitalherpes, Gürtelrose, Windpocken, Rachenherpes (ne Art Mandelentzündung) gehören alle zum selben VirenTYP, sind aber nicht dasselbe. Genau wie ein Passat und ein Polo zwar beides Volkswagen sind, aber eben nicht dasselbe :). Aciclovir ist übrigens kein eigenes Medikament sonder legidglich der Wirkstoff ... und der ist sowohl in Zovirax, Acic und den Infusionen drin. Da gibts keine Unterschiede, der Unterschied ist nur die Darreichungsform (und in diesem Fall die Konzentration, als Infusion bzw. Tablette ist es einfach höher dosiert und nervt im ganzen Körper rum während es als Creme gleich da ist wo es hinsoll und vor allem nicht so viel Wirkstoff). Bitte seids gerade bei Krankheiten bissel vorsichtig was ihr beratet, eine falsche Auskunft ist tausendmal schlechter als garkeine. Wer sich nicht sicher ist sollte besser vorher irgendwo nachschlagen :) Will aber keinem auf die Zehen treten :)

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  Erreger:

Es gibt zwei Haupttypen des Herpes-simplex-Virus (HSV): Der Typ 1 verursacht vor allem Lippenbläschen, der Typ 2 führt vornehmlich zu Genitalherpes. Wobei auch HSV1 Genital-Infektionen auslösen kann und umgekehrt Viren vom Typ 2 Lippenbläschen hervorrufen können. Die Strukturen der beiden Erregertypen unterscheiden sich nur wenig voneinander. Charakteristisch für die Viren der Herpes-Gruppe - zu denen auch das Varizellen-Virus gehört - ist, dass sie sich nach einer Erstinfektion in den Nervenknotenpunkten festsetzen und dort überdauern können. Bei Abwehrschwäche oder in Stresssituationen ist eine Reaktivierung der Infektion möglich, so dass erneut Bläschen an den Lippen, im Mund- oder Genitalbereich auftreten können. Herpes-simplex-Viren neigen weniger zu einer Ausbreitung im gesamten Körper (Virämie), weshalb eine Übertragung auf das Kind im Mutterleib sehr selten ist.

  Wie verbreitet sind die Herpes-Viren?

Eine Infektion mit Typ-1-Herpesviren erfolgt in den meisten Fällen schon im Kindesalter. In Abhängigkeit vom sozio-ökonomischen Status sind 70 bis 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit HSV1 infiziert. Mit der Aufnahme von Sexualkontakten ist ein Anstieg der HSV2-Infektionen festzustellen. Die Durchseuchung unter Erwachsenen schwankt zwischen 20 und 80 Prozent, in Abhängigkeit von der sexuellen Aktivität und der Anzahl der Sexualpartner.

HSV1 wird vor allem durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Bei HSV2 spielen Sekrete des Genitaltrakts eine entscheidende Rolle.

Kinder von Virus-Ausscheiderinnen infizieren sich - unabhängig davon, ob die Mutter Symptome der Infektion zeigt oder nicht - in den meisten Fällen bei der Passage des Geburtskanals. Auch bei engem Kontakt nach der Geburt ist eine Übertragung möglich. Sehr selten wird das Virus über Blutbahnen und Mutterkuchen auf das Kind übertragen.

(Quelle: Netdoktor.at ) Ich liebe ihn! ;)

Soweit ich weiß werden 90% der Bevölkerung schon im Kindesalter mit Herpes-Simplex infiziert, es gibt allerdings laut Aussagen von meinem Hausarzt auch leute, bei denen es niemals ausbricht. Wenn also jemand als Kind im Kindergarten war trägt derjenige meiner Ansicht nach mit 99%iger Sicherheit den Virus in sich. Küssen und besonders O-Sex würde ich allerdings in den Zeiten eines "Ausbruchs" trotzdem vermeiden.

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Lippenherpes ist nicht das gleiche wie Windpocken !!!!

Das trifft allerdings auf Gürtelrose zu - das ist der Windpockenerreger, der bei Reaktivierung (wie die passiert ist noch unklar, Theorie 1: neue Infektion mit Windpocken, die dann aber als Gürtelrose auftreten, Theorie 2: die Viren waren seit den Windpocken schon da und hatten sich in den Nerven versteckt) die Nerven befällt. Die werden NICHT ZERFRESSEN !

Sie können unter Umständen aber dauerhaft geschädigt werden und dadurch immer wieder Schmerzen verursachen. Richtig gefährlich ist das nur, wenn Gesichtsnerven betroffen sind - denn das kann ins Auge gehen.

Bei guter Abwehrlage kann Gürtelrose auch ohne Behandlung ohne Folgen abheilen, aber wegen des hohen Risikos wird Aciclovir gegeben.

UND das Zeug würde ich nie wegen nem simplem Lippenherpes schlucken.

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Ich habe jahrelang mit Herpes Ärger gehabt und kann da so ein Lied singen, alle 2 Monate mindestens. Irgendwann wanderte er dann über die Lippen hinaus ans Kinn und an die Nase. Zur gleichen Zeit wurde bei meiner Mutter irgendein Test gemacht, weil sie das auch hat und ihr immer nur Zovirax gegeben wurde. Half aber nichts. Ein Arzt, der sich mal genauer damit beschäftigt hat, stellte dann Herpes Zoster (Gürtelrose) bei ihr fest.

Ich hatte schon länger den Verdacht, dass es bei mir das Gleiche ist, weil alles über die Lippe hinaus derartige Schmerzen verursacht hat, dass ich zwischendrin Schmerztabletten genommen habe. Und schön sieht das auch nicht aus, wenn man rumläuft als hätte man die Fesse poliert bekommen. Es hinterlässt jedesmal zerstörtes Gewebe, das sich nur sehr, sehr langsam regeneriert.

Ich habe dann vor 2 Jahren angefangen, mich anders zu ernähren, mehr Wasser zu trinken und nehme jeden Tag Zink (Curazink), Kieselsäuregel und Vitamin C Depot. Seitdem habe ich nicht ein einziges Mal mehr Herpes bekommen - und meine Haut hat sich um ein vielfaches verbessert und steckt jede Entzündung sehr viel schneller weg.

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Ich habe dann vor 2 Jahren angefangen, mich anders zu ernähren,

Du bist, was du isst! Klingt Doof ist aber gerade hier denke ich sehr angesagt dieser Spruch. Gerade weil alle berichten, 'wenn du sowieso schon angeschlagen bist dann bekommst du Herpes', das ist für mich immer ein Anzeichen dafür, dass evt. auch die ganzen schönen Sachen in unserer Ernährung etwas damit zu tun haben könnten (Antioxidazien, Geschmacksverstärker, Konservierungssoff, Süßstoff etc. etc.). Wenn man sich nur etwas bewusster anfängt mit seiner Nahrung auseinander zu setzen, dann liessen sich eine Menge dieser hausgemachten Erkrankungen vermeiden!

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@ Lucia

Nee- bei Windpocken wird auch nichts zerfressen- das ist auch nicht der Zusammenhang von oben, sondern:

Unsere Oma hatte Herpes Zoster (hoffentlich ist das so richtig geschrieben). Das ist eine weitere Herpesart, bei der der Virus nicht nach außen ausbricht, sondern im inneren des Körpers die Nervenenden zerfrisst.

Übrigens zur Vererbbarkeit von Mutter aufs Kind: Der Hausarzt einer Kindergartenmutter von mir, hat ihr genau das gesagt, als sie sich erkundigt hat. Natürlich sei Herpes vererbbar und es sei völlig normal, das ihr Sohn das auch habe. Allerdings weiß ich natürlich nicht, welchen Herpesvirus die Frau hat.

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Herpes "zerfrisst" nix im Körper. Bei schweren Ausbrüchen auf der Hautoberfläche kann es wirklich lange Zeit brauchen, bis sich das Gewebe an der befallenen Stelle regeneriert hat. Im sehr schlimmen Fall bleiben Narben. Die schlimmsten Spuren hinterlässt dann aber nicht der Herpes, sondern Kratzen und Wundinfektionen.

Der Mythos vom "Zerfressen der Nerven" kommt ursrünglich aus einer ziemlich häufigen Verwechslung mit Syphilis. Zumindest, wenn es sich nicht um einen gewöhnlichen Lippenherpes handelt. Gürtelrosen können überall am Körper manifest werden.

Mein Opa galt auch Jahre in der Nachbarschaft als Syphilitiker, weil er sich in den paar Monaten Kriegsgefangenschaft eine riesige Gürtelrose und eine Schuppenflechte geholt hat, die zugegebenermaßen echt "verdächtig" aussah. Außerdem stand der Mann unter traumatischem Stress und hat zwischendrin komische Sachen gefaselt. Prompt wurde das als "Schwachsinn durch Gehirnbefall" gewertet. In den Jahren nach dem Krieg hat er das durch okaye Ernährung und viel meditativen Sportarten wie Angeln und Wandern wieder wegbekommen.

Zumindest in meiner Familie kann ich das Vererben von Herpes Zoster bestätigen.

In diversen medizinischen Artikeln, die ich in den letzten Jahren zu Herpes gelesen habe, kam es oft vor, dass Gürtelrose-Patienten irrtümlich auf Syphilis behandelt wurden und die Folgeschäden durch die falsche Medikation dann das Immunsystem so geschwächt haben, dass das Symptom einfach nicht verschwinden wollte. Die Symptome sind sich aber sehr oft auch sehr ähnlich.

Und was mit der oben genannten Herpes Zoster Art ist, weiß ich auch nicht, weil Zoster heißt nur Gürtelrose, und die tritt oberflächlich auf. Vielleicht hatte Deine Oma ja wirklich die Syphilis. Das war in der Generation leider nicht selten. Auch da gibt es massig Literatur über die Ansteckungen durch Vergewaltigungen/Essensmarken-Prostitution und Ehemännern, die wiederum vergewaltigt haben oder mit infizierten Frauen gevögelt haben. Da wurde natürlich nicht offen drüber geredet. Aber frag mal Hebammen, die in der Zeit gearbeitet haben.

Wenn die Infektion vor der Geburt Deiner Mutter stattgefunden hat, kann man das unter Umständen noch bei Dir feststellen. Syphilis vererbt sich zwar, bricht aber in nur ganz wenigen Fällen noch aus. Die Antikörper bleiben aber ein paar Generationen nachweisbar - je nach Syphilistyp.

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*Seufz* Nix Syphillis und auch nicht im Krieg oder so, sondern im letzten Jahr ist sie gestorben und hatte das seit Jahren. Schwiegervater hat das auch und es zerfrisst wirklich die Nervenenden im Körper- deswegen ist er seit einiger Zeit Frührentner und kann vor lauter Schmerzen nicht arbeiten. Das ist eine Art Gürtelrose, die nach innen gegangen ist. Genaues weiß ich jetzt nicht, aber am nächsten Wochenende ist Familientreffen und da frag ich ihn nochmal genau- er weiß schließlich am Besten, was da los ist. Das die Nervenenden zerfressen werden, ist auch eine Erklärung vom Doc unserer Oma und keine von mir. Vielleicht wollte er das ja nur für uns Laien verdeutlichen- keine Ahnung! Und in wie weit diese ganzen Herpesarten zusammenhängen weiß ich auch nicht, aber es heißt Herpes Zoster- ob es so geschrieben wird, weiß ich allerdings nicht. <_< Aber wenn Oma Syphillis gehabt hätte, dann hätte sie bestimmt nicht bis zu ihrer Pensionierung im Krankenhaus als Schwester gearbeitet. Ich quetsch die Familie am WE aus.

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@Cindarella

War auch nur ein mögliche Erklärung. Ich habe mich eine Weile mit Geschlechtskrankheiten und "Sittengeschichte im Zweiten Weltkrieg" beschäftigt, außerdem habe ich ne alte Hebamme in der Familie.

Vor ein paar Jahren ist eine Ex-Freundin an einer seltsamen Furunkellose erkrankt, die sie mehrmals mit Blutvergiftungen auf die Intensivstation befördert haben. Das war so ein Fall von vererbter Syphilis.

Aber ich frag mal nächstens meinen Hautarzt, das interessiert mich jetzt doch, ob es eine Zoster-Variante gibt, die einem die Nerven zerfrisst. Der ist schließlich Spezialist für Geschlechtskrankheiten. Mein Heilpraktiker hat das damals total verneint.

Allerdings klingt das, was Deine Oma hat auch ein wenig wie die Krankheit, die meine Oma zum Pflegefall gemacht hat: Polyneuritis. Wdurch die genau entstanden ist, weiß niemand so genau. Einge vermuten, dass das mit einer Infektion durch einen offenen Bruch und einer Arzneimittelvergiftung einherging. Ich habe mich mit einer Pflegerin in dem Heim unterhalten, die meinte auch, dass überdurchschnittliche viele der alten Frauen, die dort leben/siechen Spuren von verheilten Geschlechtskrankheiten tragen. Ich fand das ziemlich erschreckend. Aber das muß mit Deiner Oma ja nun gar zu tun haben.

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... von einem befreundeten Mediziner aus einem anderen Forum über Geschlechtskrankheiten: HIV, der Erreger der noch immer tödlichen Immunschwächekrankheit AIDS, ist ein Virus, das außerhalb des menschlichen Körpers nicht lange existieren kann und schnell kaputt geht. Um sich anzustecken, muss das Virus in offene Wunden (die noch bluten!) oder auf bestimmte Schleimhäute (Mundschleimhaut, Darmschleimhaut - Anus!) gelangen; eine intakte Haut bietet in der Regel einen guten Schutz. Heißt für den Safer Sex somit konkret: Keine Ejakulation in den Mund und kein kondomloser Anal-Sex (der Aktive kann sich aufgrund kleiner Wunden auf seiner Penisspitze dabei auch anstecken!). Sperma sollte nicht in die Nähe von Wunden gelangen. HBV und HCV (Hepatitis-B- bzw. -C-Virus) sind da schon etwas infektiöser. Zum einen sind sie außerhalb des menschlichen Körpers etwas robuster und gehen nicht sofort zugrunde, sondern bleiben über längere Zeit hinweg ansteckend. Zum anderen passieren sie viel leichter die Hautbarriere (das wird aber wohl mit der längeren Infektiösität zusammenhängen). Auch hier gelten dieselben Safer-Sex-Regeln wie bei HIV. HBV und HCV können die sogenannte Hepatitis (hepar=Leber, -itis=Entzündung; Hepatitis=Leberentzündung) auslösen. Während eine HBV-Infektion nicht zwingend symptomatisch werden muss und häufig akut, jedoch nicht chronisch verläuft, hat das HCV-Virus eine viel größere Neigung zu chronifizieren. Das macht dann auch die Gefährlichkeit des HCV aus. Ein akuter Verlauf schlägt einen zwar für einige Zeit k.o., hinterlässt jedoch selten Spätschäden, was daran liegt, dass die Leber recht gut regenerierungsfähig ist. Eine chronische Hepatitis-Infektion jedoch macht zwar zunächst nur leichte oder gar keine Symptome, über kurz oder lang führt sie jedoch zur (irreversiblen) Leberzirrhose und somit zum Leberuntergang. Wer jemals einen Zirrhotiker gesehen hat, wird es niemandem wünschen. Aus der Zirrhose kann sich übrigens noch oft ein HCC (hepatozelluläres Karzinom), sprich Leberkrebs entwickeln. Gegen das HB-Virus kann man sich impfen lassen; ein Impfschutz gegen das HC-Virus besteht derzeit (noch) nicht. Feigwarzen werden auch durch Viren ausgelöst, diese befinden sich jedoch im Gegensatz zu HIV, HBV und HCV nicht in den Körperflüssigkeiten, sondern in den Hautzellen der Warzen selbst (das Virus befällt vornehmlich Zellen der Haut). Der Übertragungsweg ist somit direkter Hautkontakt; befinden sich die Warzen nicht gerade auf dem Penis (was meistens der Fall ist), helfen Kondome gar nicht. Das einzige, was hilft, ist aufzupassen, dass man mit den Warzen des Gegenübers nicht in Kontakt kommt, was bei einem ONS, bei dem man den Partner nicht kennt oder der einem nichts von seinen Warzen erzählt hat, reichlich schwierig sein dürfte. Will man das Risiko einer Feigwarzen-Infektion klein halten, hilft wohl nur die päpstliche Enthaltsamkeit respektive ein feigwarzenfreier Partner (beiderseitige Treue vorausgesetzt). Herpes-Viren sind recht verbreitet und meistens an den Lippen apparent. Hat man sich mal angesteckt mit diesen Biestern, wird man sie zeitlebens nicht mehr los. Sie schlummern dann in den Nervenzellen und werden bei bestimmten Reizen oder Situationen (körperlicher oder psychischer Stress, Erkältungen, geschwächtes Immunsystem, mechanische Reize wie z.B. beim Knutschen eines Mannes mit Dreitagebart, ...) "geweckt". Kleine, juckende Bläschen bilden sich, die dann auch für andere Menschen, die mit ihnen in Berührung kommen oder die aus dem selben Glas trinken, ansteckend werden. Nach ein bis zwei Wochen verheilen diese Bläschen meistens wieder, bis sie bei nächster Gelegenheit wieder "geweckt" werden. Dumm wird's nur, wenn die Herpes-Viren ins Auge kommen - das kann bis zur Erblindung führen. Leider fühlen sich diese Dinger auch im Genitaltrakt recht wohl, wenn sie dorthin verschleppt werden (man beachte, im Blut lassen sich Herpes-Viren in der Regel nicht nachweisen!). Ich saß erst vorgestern in einer Vorlesung, wo Bilder gezeigt wurden, auf denen Herpesbläschen auf der Peniseichel zu sehen waren. Allein der Anblick tut weh! Seid also vorsichtig, wenn euch jemand einen blasen will, der Herpes-Bläschen auf den Lippen hat. Das Ganze kann am Ende recht unangenehm werden. Teponema pallidum, die Erreger der Lues (syn. Syphillis), sind Bakterien, die an den Harnwegen und Geschlechtsorganen Eiterbeulen (Abszesse) verursachen können; werden diese nicht konsequent antibiotisch behandelt, können die Keime in die Blutbahn gelangen und eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen, die schnell tödlich enden kann. Wie bei den Feigwarzen-Viren findet auch hier die Übertragung durch Berührungen, das heißt Haut-zu-Haut-Kontakt, statt; Kondome helfen, wenn überhaupt, nur, wenn diese die Abszesse bedecken, das heißt, die Beulen auf der Eichel lokalisiert sind. Übrigens besteht in Deutschland für Ärzte, die Lues-Patienten behandeln, eine Meldepflicht an die Gesundheitsämter (vgl. bei HIV und auch allen anderen von mir erwähnten Erkrankungen besteht keine Meldepflicht). Bakterielle Infektionen, so auch die Lues, lassen sich heutzutage recht gut mit Antibiotika behandeln. EBV (Epstein-Barr-Virus), der Erreger des Pfeiffer'schen Drüsenfiebers, auch als kissing disease bekannt, ist in allen Körperflüssigkeiten, so auch dem Speichel, in rauhen Mengen enthalten, sodass die meisten Menschen sich schon beim Küssen anstecken (deswegen der Name). In unseren Breiten muss man damit rechnen, dass ca. 90 Prozent der geschlechtsreifen Bevölkerung Virusträger und somit auch infektiös für andere sind. Allerdings kommt es in nur zehn Prozent der Fälle zu einem Ausbruch des sog. Pfeiffer'schen Drüsenfiebers. Bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen bleibt die Infektion asymptomatisch und führt auch zu keinerlei gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Aber selbst wenn die Infektion symptomatisch wird, ist das nicht allzu tragisch. Man ist halt zwei Wochen etwas k.o. und muss das Bett hüten, lebensbedrohlich wird dieses Virus jedoch so gut wie nie, und auch Spät- oder Folgeschäden sind nicht zu erwarten. Da man meistens frisch verliebt ist, übersteht man diese Erkrankung dann doch ganz gut. Soviel zu Geschlechtskrankheiten. Da hilft dann nur noch das Ganzkörperkondom :D Greetz, Gley

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