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Laotse

Mathemagie

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Mathemagie

Seine Fingerkuppen glitten sacht an ihrem Nacken entlang. Die kleinen Härchen stellten sich elektrisiert auf. Sein Atem streifte die empfindliche Ohrmuschel. Ein Schauer lief durch ihren Körper. Erwartung. Bangen. Ein erregter Seufzer, als seine Lippen die pikante Stelle in ihrer Halsbeuge fanden und seine Zähne diesem Punkt ihre Gefährlichkeit andeuteten.

Er hinterließ eine feuchte Spur zwischen ihren Brüsten. Sie streckte den Kopf in den Nacken und seufzte wohlig. Er ließ seine Zunge um die köstlichen Erhebungen wandern. Einmal. Zweimal. Hauchzart. Dreimal. Ließ sie die Hügel erklimmen und sich am Gipfel festklammern. Seine Zähne knabberten. Seine Lippen liebkosten. Saugten die aufrechten, harten Spitzen ein. Zogen sie in die Länge. Millimeter um Millimeter. Nur um sie plötzlich wieder freizugeben. Scharf sog sie die Luft ein. Schwankte zwischen Lust und Schmerz. Ersehnte die Wiederholung.

Er ließ sie zappeln. Entfernte sich von den Wonnekugeln. Südlicher glitt sein stoppeliges Kinn. Zentimeter um Zentimeter erforschte er die Oberfläche ihres Bauches. Drückte hier und da einen Kuß auf eine besonders samtene Stelle ihrer Haut. Seine Finger folgten der Linie in gebührendem Abstand. Liebkosten ihre Flanken.

An ihrem Nabel verweilte er. Erkundete die süße Vertiefung. Flüsterte Worte hinein, die sie nicht verstand. Seine Arme wanderten unterdessen weiter. Strichen über ihre Hüfte, erlaubten sich einen kleinen Ausflug zu den entzückenden Rundungen, auf denen sie lag. Ließ sie eine Ahnung seiner Fingernägel kosten. Fuhr weiter hinab. Kitzelte kurz die sensiblen Kniekehlen.

An die Innenseite ihrer Schenkel schmiegten sich seine heißen, forschenden Hände. Je höher er dort entlang strich, desto bereiter gewährte sie seinen Fingerkuppen Zugang zum Tal der Fruchtbarkeit. Eine Einladung, die er nur zu gern annahm.

Doch nicht gleich. Er hielt sie hin. Berührte die Erhebung kaum. Zupfte an einigen der Härchen, die er noch fand. Tastete sich bedächtig zum Heiligsten vor. Wagte noch nicht, dem Altar zu nahe zu kommen. Umschmeichelte ihn. Klopfte seine Verehrung fingerweise an die Himmlische Pforte.

Sie wand sich unter seinen kundigen Händen. Jetzt erst erlaubte er auch seinem Kopf, zu folgen. Kuß auf Kuß näherte er sich dem Paradies. Verharrte vor Ihrem Tempel. Umschloß ihre Pracht mit seinem Mund. Brachte ihr seinen Odem dar.

Seine Zunge glitt durch ihr honigsüßes Tal. Durchschnitt es. Legte die vielversprechende Höhle frei. Drängte die zarten rosa Lippen auseinander. Entdeckte den empfindlichen Knopf, der sich noch in seinem Futteral verborgen hielt. Wieder und wieder umkreiste er das Kleinod, das sich nach und nach immer mutiger aus seinem Versteck wagte. Ein kehliges Stöhnen begleitete den Weg der Zunge. Je weiter sich die Perle entblößte, um so höher wurde die Tonlage.

Ihre Lider flatterten. Ihr Atem presste sich stoßweise aus der Lunge. „Hhhhh … hhhhhh … hhhh.“
Sie schwebte. Taumelte. Flog in die höchsten Höhen. Explodierte. Er fing sie auf. Bettete sie auf das weiche Kissen seiner starken Arme. Bedeckte ihre Augen mit den zartesten Berührungen seiner Lippen. Zum zweiten Mal heute.

„War das herrlich, mein Held. Du darfst, nie, nie aufhören. Am besten fängst Du gleich noch mal an. Und diesmal will ich Dich ganz und gar in mir."
„Du bist ja unersättlich. Aber das sagte schon meine Mutter: aller guten Dinge sind drei.“
„Nö, Hundertachtundvierzigtausendsiebenhundertdreizehn.“
„Wie bitte?
„Na klar. Stell‘ Dir nur mal vor, mein liebster Tim müsste nicht andauernd

. Dann hätte ich ja gar keine Zeit für Dich. Und jetzt red‘ nicht so viel, Geliebter. Du hast noch was auszufüllen.“

© MB 2011

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