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M.Schaffrath aka Gina Wild über Swingerclubs

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Hoffe, dass es nicht unerwünscht ist, aber da Frau Schaffrath wohl anderes zu tun hat, als hier persönlich Ihre Erfahrungen zu posten, wollte ich sie mal gerne zitieren...

"Der erste Club dieser Art, den wir betraten, heißt "Privater

Pärchentreff" und ist in Erkrath bei Düsseldorf. Da hat es uns so

gut gefallen, dass wir unseren ganzen Urlaub dort verbrachten.

Eine ganze Woche Tag für Tag waren wir da. Wir haben uns

ausgetobt. Dieser Club hat einen Bereich mit Bar, Büfett und

Sitzmöglichkeiten. Es gibt Sauna, Swimmingpool, Whirlpool

und diverse spezielle Räume. Zum Beispiel einen SM-Raum.

Oder helle, romantisch gestaltete Bereiche. Oder so genannte

Spannerräume. Da sind Löcher in den Wänden, durch die man

anonym Leuten beim Vögeln zugucken kann.

Swingerclubs sind entweder umgebaute Häuser, Gutshöfe,

oder andere große Anlagen, in denen Pärchen die Möglichkeit

haben, ihre sexuellen Fantasien auszuleben. Da geht fast alles.

Auch heute fahren wir gerne immer wieder in unseren

Stammclub, die Oase in Rödermark bei Frankfurt.

Es gibt wenige Regeln, die man in so einem Club einhalten

muss. Oft glaubt man, dass Partnerwechsel dazugehört. Irrtum.

Das muss nicht unbedingt sein. Es gibt nur eine konkrete Regel,

die überall gilt: Alles geht, nichts muss sein. Und wenn einer

dich anfasst und du sagst, du willst das nicht, muss der sofort

loslassen. Sonst fliegt er raus.

Man klingelt, die Tür wird aufgemacht. Essen und Trinken ist

im Preis Inbegriffen. Man zahlt je nach Club zwischen 150 bis

200 Mark pro Paar.

Es gibt eine Umkleide. Meistens trägt man Dessous. Die

Männer tragen Boxershorts. Frauen oft hohe Schuhe. Man will

ja den anderen betören, sexy sein.

Zuerst setzt man sich in die Bar, trinkt was und sucht

Kontakt.

Beim ersten Besuch saßen wir steif wie Broccoli da und

haben uns nicht getraut irgendjemanden anzusprechen.

Swingerclubs sind eine Institution, die von sehr vielen Leuten

benutzt wird. Ich bin überzeugt, dass sich in jeder Familie

jemand befindet, der einen Swingerclub besucht. Die Oase in

Frankfurt ist ein sehr großer Club. Und sehr bekannt. Da passen

150 bis 200 Paare rein. Es ist ein dreistöckiges Haus. Unten

befinden sich Swimmingpool, Sauna und Barbereich.

Alles ist peinlich sauber. Auf gründliche Körperpflege wird

genau geachtet. Wenn die Leute auf die Matte gehen - das heißt

nach oben gehen und vögeln - dann bekommt man Handtücher

mit auf den Weg.

Kondome sind Pflicht. Die liegen überall rum. Und

Schachteln mit Kleenex. Man stolpert praktisch ständig darüber.

Ich mag die Matten nicht. So organisiert zum

Körperflüssigkeiten austauschen zu gehen ist abtörnend. Ich

finde es spannender, einfach loszulegen, wenn man unten in der

Bar gerade Lust aufeinander hat. Auf jeden Fall ist es

aufregender als da oben in einem dunklen Raum auf einer

Matte. Da sehe ich ja gar nicht, wer mich anpackt.

In der Oase ist es sehr schön. Es gibt viele Sitzecken. Vor

einem halben Jahr waren wir zum letzten Mal mit unserer Clique

da. Es wurde getrunken, dann gestreichelt, und dann ist es über

uns gekommen. Wir waren nur noch ein einziger Fleischkloss

von fünf Frauen, die sich gegenseitig verwöhnten. Die anderen,

die mich nicht näher kannten, aber wussten, dass ich Gina Wild

bin, haben natürlich Stielaugen gekriegt."

Quelle: Michaela Schaffrath: "Ich, Gina Wild",

Copyright © 2001

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Düsseldorf

ISBN 3-936143-15-3

www.my-favourite-book.com

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